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20.08.2014

07:13 Uhr

Studienergebnis

Massives Einsparpotenzial bei Arzneimitteln

Unnötig teure Arzneimittel: Bis zu zwei Milliarden Euro können bei den Kosten für bestehende Medikamente eingespart werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Techniker Krankenkasse, die heute vorgestellt werden soll.

Medikamente in einer Apotheke: Arzneimittel bieten ein riesiges Einsparpotenzial. dpa

Medikamente in einer Apotheke: Arzneimittel bieten ein riesiges Einsparpotenzial.

BerlinDie Techniker Krankenkasse (TK) geht davon aus, dass durch eine konsequente Überprüfung des Nutzens bestehender Arzneimittel erhebliche Kosten eingespart werden können. Durch eine sogenannte Bestandsmarktprüfung sowie den Ersatz unnötig teurer Arzneimittel durch gleichwertige, billigere Generika könnten zwei Milliarden Euro eingespart werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bestandsmarktreport, der mit Unterstützung der TK erarbeitet wurde und den die Kasse an diesem Mittwoch (11.00) in Berlin vorstellen will.

Durch die politische Entscheidung, den Bestandsmarkt nicht mehr zu überprüfen, würden Krankenkassen und letztlich auch Versicherte weiterhin mit Ausgaben für Arzneimittel belastet, deren Zusatznutzen nicht nachgewiesen sei. Damit werde das Ziel einer qualitativen und wirtschaftlichen Arzneimittelversorgung verfehlt, heißt es in dem Bericht weiter.

Der Bericht hat den Angaben zufolge 17 Wirkstoffe auf ihren Zusatznutzen im Vergleich zu vorhandenen Therapieoptionen bewertet. Es seien Präparate, die in der Vergangenheit nicht unumstritten gewesen seien, darunter neuere Antidiabetika und Rheuma-Medikamente. Keines der untersuchten Arzneimittel sei ohne Beanstandungen gewesen. Gerade die bewerteten Antidiabetika hätten keine Vorteile gegenüber den bewährten Therapien erbracht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Fred Meisenkaiser

20.08.2014, 08:04 Uhr

Frankreich kommt mit 3000 von den Kassen bezahlten Medilkamenten aus. Deutschland hat wohl über 40000!
Es gab da mal die Idee einer Positivliste, damals von Seehofer medienwirksam beerdigt.
Die Lobbyisten der Pharmawirtschaft werden Senkungen zu verhindern wissen - Korruption eben:

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