Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.07.2013

14:36 Uhr

Tool der Woche

Alles muss raus

VonJens Hagen

Der Sommerschlussverkauf startet fulminant. Selten gab es derart hohe Rabatte. Kauflustige profitieren doppelt: Auch die Konsum-Kredite werden billiger. Wie Kunden die günstigsten Konditionen finden.

Sommerschlussverkauf: Die Händler locken wieder mit Prozenten. dpa

Sommerschlussverkauf: Die Händler locken wieder mit Prozenten.

DüsseldorfJedes Jahr im Sommer erwacht in Deutschland wieder das Jagdfieber. Pünktlich zum eigentlich längst abgeschafften Sommerschlussverkauf senken die Einzelhändler die Preise. Diesmal soll es besonders günstig sein.

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young prognostizieren Einzelhändler Rabatte von 27 Prozent im Durchschnitt – im Vorjahr waren es lediglich 20 Prozent. Im traditionellen Fachhandel sollen sogar im Schnitt 35 Prozent drin sein. „Wegen der kühlen und nassen Witterung im Frühling und Frühsommer liefen die Geschäfte vor allem im Textilhandel deutlich schlechter als erwartet“, sagt Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Die Lager sind jetzt noch gut gefüllt mit Sommerware. „Die muss dringend raus, um Platz zu schaffen für die Herbstware.“

Passend zur Schnäppchenzeit senken auch mehrere Banken ihre Sätze für Ratenkredite. Denn zum Sommerschlussverkauf sind auch Küchen, Möbel oder Schmuck vielfach deutlich günstiger. Die DKB senkte den Satz für ihren Ratenkredite zuletzt von 5,55 Prozent auf 4,95 Prozent, die Netbank von 5,54 Prozent auf 5,24 Prozent. Zuvor senkte bereits die ING-DiBa von 5,55 auf 5,25 Prozent. „Langsam kommt das allgemeine Zinstief bei Ratenkrediten an“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. In den vergangenen zwölf Monaten fielen die Sätze im Schnitt von mehr als 6,5 Prozent auf 5,9 Prozent.

Was die Schufa alles weiß

Bonitätsauskunft

Es geht zum einem um Informationen, die nötig sind, um Vertrauen von Geschäftspartnern aufzubauen. Zum anderen geht es um eine klar strukturierte, umfangreiche Auskunft rein zur persönlichen Verwendung. Sie enthält alle zur Person gespeicherten Daten.

Zweck der Bonitätsauskunft

Privatpersonen sollen so sich selbst kontrollieren können und über ihre finanziellen Verpflichtungen eine Übersicht erhalten. Gleichzeitig können sie wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen.

Umfang der Auskunft

Nur der Betroffene selbst erhält seine kompletten persönlichen Daten ausgehändigt. Wenn dagegen Dritte anfragen, erfahren sie deutlich weniger.

Banken und Sparkassen

Sie bekommen bankrelevante Positivinformationen. Also über Girokonten und Kreditkarten. Zur bankrelevanten Negativinformation gehört beispielsweise die Kündigung eines Kredites. Auch Infos aus Telekommunikationsumfeld oder dem Versandhandelsbereich, wie gemahnte und unbestrittene offene Rechnungen, sind für Banken sichtbar.

Anfragen

Betroffen können jederzeit erfahren, ob über sie bei der Schufa nachgefragt wurde. Dort sind alle Anfragen zu Auskünften mit Angabe des interessierten Unternehmens ein Jahr lang einsehbar.

Kredite

Die Schufa liefert stets Informationen zu Personen oder Einschätzungen zu einem geschäftlichen Risiko. Das kann durchaus einen gewissen Einfluss auf die Entscheidung über eine Kreditvergabe haben. Meist hängt es davon ab, wie vorsichtig die Bank letztlich ist.

Löschung erst nach drei Jahren

Kredite werden drei Jahre nach dem Jahr der Rückzahlung gelöscht. Nichtvertragsgemäß abgewickelte Geschäfte einschließlich ihrer Erledigung werden zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der Speicherung gestrichen. Urteile und Vollstreckungsbescheide bleiben bis zu ihrer Erledigung gespeichert und werden drei Jahre nach dem Jahr der Rückzahlung entfernt.

Die Wahl des günstigsten Kredits ist nicht trivial. Viele Banken bieten etwa Freiberuflern gar keine Konsumkredite an. Bei Angestellten variieren die Konditionen etwa nach Verwendungszweck, spezielle Kredite für Autos sind etwa vielfach günstiger als für Antiquitäten oder Schmuck. Viele Institute koppeln die Höhe der Zinsen an die Bonität der Kunden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×