Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2014

14:06 Uhr

Tool der Woche

Sieben Gründe, warum Bausparen boomt

Erst sparen und dann bauen. Das ist in Krisenzeiten besonders beliebt. Die Bausparkassen erhalten daher Jahr für Jahr viele Milliarden Euro. Wie Verbraucher den besten Bausparvertrag finden, zeigt unser Tool der Woche.

Die Deutschen lieben das Bausparen. Die Branche freut sich über hervorragende Zahlen. dpa

Die Deutschen lieben das Bausparen. Die Branche freut sich über hervorragende Zahlen.

DüsseldorfDas Bausparen ist ein Dauerbrenner. Egal ob die Zeiten gut oder schlecht sind, die Deutschen sind besonders aufgeschlossen, wenn der Bausparvertreter vor der Tür steht. Mehr als drei Millionen neue Verträge pro Jahr schaffen die Bausparkassen immer. 2013 waren es 3,5 Millionen – so wie in den Jahren zuvor ebenfalls.

So viel Geschäft sorgt nicht nur für stetige, sondern auch üppige Einnahmen: Knapp 30 Milliarden Euro flossen allein im vergangenen Jahr in die Kassen. Zwar leiden auch Bausparkassen unter niedrigen Zinsen. Doch im Gegensatz zu Lebensversicherungen entsteht daraus kein Branchenproblem.

Im Gegenteil, die Bausparvertreter laufen den Konkurrenten in manchen Marktsegmenten, wie der staatlich geförderten Altersvorsorge, sogar den Rang ab. Vor Jahren sahnte die Versicherungsbranche mit der Riester-Rente noch mächtig ab. Im vergangenen Jahr setzten sich die Bausparkassen mit ihrem Wohn-Riester deutlich ab. Ihr Plus: niedrigere Kosten und Flexibilität.

Mit Niedrigzinsen zum Eigenheim

Warum lohnt sich derzeit der Bau oder Kauf eines Hauses besonders?

Langfristige Baukredite mit festen Zinsen für zehn Jahre gibt es derzeit mit einer Verzinsung von deutlich unter zwei Prozent. Allerdings haben die Preise für Immobilien besonders in Großstädten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen.

Sind Immobilien eine gute Geldanlage?

Immobilien gelten nicht als Renditeknüller. Allerdings sind sie gerade in Krisenzeiten Verbraucherexperten zufolge eine solide Geldanlage. Der Wert einer Immobilie ist vergleichsweise sicher - vorausgesetzt, Preis, Qualität und Lage stimmen. In jedem Fall sollte ein Immobilienkauf gut überlegt sein.

Wie finde ich den günstigsten Kredit?

Hier hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Anbieter, wobei die Auswahl an Krediten laut Stiftung Warentest derzeit besonders groß ist. Bauherren und Käufer können dafür Vergleichsrechner im Internet nutzen. Auch Verbrauchermagazine und Zeitungen liefern häufig aktuelle Zinskonditionen. Die Hausbank kann ein wichtiger Ansprechpartner sein - ist jedoch nicht immer zwingend die erste Wahl. Ein Anbietervergleich kann teils mehrere zehntausend Euro sparen.

Wie funktioniert ein Baudarlehen?

Kredite für Häuser oder Wohnungen laufen meist über zehn, 20 oder 30 Jahre. Hierbei werden die Zinsen in aller Regel nur für einen begrenzten Zeitraum von mehreren Jahren festgelegt. Läuft diese sogenannte Zinsbindungsfrist ab, verhandeln Bank und Kunde die Verlängerung des Darlehens. Der Bauherr kann dann auch umschulden und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Verbraucher sollten mehrere Monate vor Auslaufen der Frist neue Angebote einholen. Wegen der historisch niedrigen Zinsen gibt es derzeit auch besonders günstige Anschlusskredite.

Sind die Kreditraten immer festgeschrieben?

An sich werden feste monatliche Raten vereinbart. Baukredite geben oft aber auch das Recht auf Sondertilgung, das heißt die Rückzahlung von Geld zusätzlich zu den vereinbarten Raten. Auch kann ausgehandelt werden, dass der Bauherr die Raten anpassen kann, etwa wenn sich das Einkommen verändert.

Wie viel Geld muss ich selbst aufbringen?

Finanzexperten sehen ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Immobilienpreises als eine solide Basis an. Für ihre angebotenen Top-Zinsen wollen die Banken häufig allerdings 40 Prozent Eigenkapital sehen. Teils sind Banken auch bereit, den vollen Kaufpreis zu finanzieren. Dafür verlangen sie aber oft happige Risikoaufschläge beim Zins.

Gibt es Geld vom Staat?

Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es Darlehen etwa für den Kauf selbstgenutzten Wohneigentums, energieeffizientes Bauen und Sanieren oder auch für altersgerechtes Wohnen. Daneben zahlt der Staat die Wohnungsbauprämie von 8,8 Prozent beim Bausparen. Auch gibt es in Form des sogenannten Wohn-Riesters staatliche Unterstützung für den Kauf selbstgenutzter Immobilien zur Altersvorsorge.

Was passiert, wenn ich arbeitslos oder arbeitsunfähig werde?

Risiken wie diese können mit Versicherungen ganz oder zumindest teilweise abgedeckt werden. So gibt es Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Lebensversicherungen oder Restschuld-Versicherungen. Verbraucher sollten sich vor Abschluss einer Police und eines Baudarlehens gut über einen Versicherungsschutz beraten lassen. Die Stiftung Warentest rät zu Versicherungen für den Todesfall.


Bausparen hat zudem einen weiteren großen Vorteil: Das Prinzip ist einfach zu verstehen. Erst wird gespart, dann gebaut oder modernisiert. Wer will, kann auch bloß sparen und schauen, was er hinterher mit dem Geld macht. Wer jedoch bald einen Bausparvertrag abschließen möchte, sollte lieber genauer hinschauen.
Der Grund: Beim Bausparen liegt die Tücke im Detail. Sparer können an vielen Rädchen drehen und sollten sich vorher überlegen, was sie erreichen wollen. Dabei hilft das Handelsblatt-Tool der Woche: der Bausparberater. Interessenten finden mit diesem Vergleichsrechner den für sie passenden Bausparvertrag.

Mit diesem Werkzeug können sich angehende Bauherren überlegen, ob sie lieber monatlich sparen oder einmalig einzahlen, ob sie einen Kredit schnell tilgen oder langsam. Vertragshöhe und Laufzeit können ebenfalls verändert werden. Am wichtigsten jedoch ist, zunächst über das Warum nachzudenken. Dazu ein paar Hinweise: Sieben Gründe, warum Bausparen boomt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

28.02.2014, 16:54 Uhr

das ist mal wieder meinungs-"mache" vom feinsten. Bausparen hilft nur einem...den banken.
Durch dumme bausparverträge verlieren bald genauso viele menschen ihr haus wie durch arbeitslosigkeit.

Aber michel glaubt ja alles wie man sieht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×