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08.01.2014

14:26 Uhr

Trotz Mini-Zinsen

Geldvermögen der Deutschen klettert weiter

Niedrige Zinsen? Kein Problem. Das Geldvermögen der Deutschen ist im vergangenen Jahr gewachsen. Verantwortlich sind vor allem die Kursgewinne an den Aktienmärkten – und die niedrige Inflation.

Kursgewinne bescherten den Besitzern von Aktien, Fonds und Zertifikaten laut Studie der DZ-Bank Wertzuwächse von insgesamt rund 110 Milliarden Euro. dpa

Kursgewinne bescherten den Besitzern von Aktien, Fonds und Zertifikaten laut Studie der DZ-Bank Wertzuwächse von insgesamt rund 110 Milliarden Euro.

Frankfurt/MainUngeachtet der mickrigen Zinsen häufen die Menschen in Deutschland immer mehr Geldvermögen an. Nach einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Studie der DZ-Bank dürften die Geldvermögensbestände der privaten Haushalte 2013 um 270 Milliarden Euro oder 5,4 Prozent auf 5,2 Billionen Euro gestiegen sein. Dank der niedrigen Inflation liege der reale Vermögenszuwachs bei 3,8 Prozent.

Verantwortlich für das Plus sei insbesondere das Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten, betonten die Experten. So sei der Leitindex Dax im vergangenen Jahr um 25,5 Prozent auf 9552 Punkte gestiegen: „Kursgewinne bescherten den Besitzern von Aktien, Fonds und Zertifikaten Wertzuwächse von insgesamt rund 110 Milliarden Euro.“

Auch wenn das Geldvermögen immer wieder Rekordmarken bricht: Die Wertsteigerung hätte deutlich größer ausfallen können, betonen die Experten. Doch im internationalen Vergleich investierten die Deutschen mit gut sechs Prozent (Ende 2013) nur einen geringen Teil ihres Geldvermögens in Aktien. Viele Privatanleger hätten sich nach früheren Crashs komplett vom Aktienmarkt verabschiedet.

Und das, obwohl das anhaltende Niedrigzinsumfeld den Sparern zu schaffen macht. Weil das Zinsniveau unter der Inflationsrate liegt, ist die Sorge um eine schleichende Entwertung der Geldvermögen aus Sicht der DZ Bank-Experten nicht unberechtigt. Dennoch sei die Spartätigkeit der Bürger anhaltend hoch, wodurch das Geldvermögen um rund 160 Milliarden Euro stieg. Allerdings ist die Sparquote nach früheren Angaben von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann auf den niedrigsten Stand seit 2002 gesunken. Nach DZ-Berechnungen fiel sie seit 2008 von knapp 11,5 Prozent auf etwa 10,3 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

08.01.2014, 14:43 Uhr

Wie schön – das Geldvermögen “der Deutschen”. Wohl eher das ganz bestimmter Deutscher – und der Rest kann bei Niedrigzinsen, realen Lohnkürzungen und schwächelndem Binnenmarkt sehen, wo er bleibt.

Account gelöscht!

08.01.2014, 16:17 Uhr

Klar, wenn die Schulden wachsen, wachsen auch die Vermögen. In einem Schuldgeldsystem ist das keine Neuigkeit. Neu ist allerdings, dass man an dem Vermögenszuwachs sehr schön die tatsächliche Inflation ablesen kann. Sie liegt also irgendwo zwischen 1,6% und 5,4%. Das ist das wirklich entlarvende des Artikels. :-)

Ausgewiesene Inflation + Ausgewiesener Realvermögenszuwachs = Tatsächliche Inflation

1,6%+ 3,8% = 5,4%

Account gelöscht!

09.01.2014, 07:53 Uhr

Immer diese Jammerei.
Wer hat Sie denn abgehalten, in Aktien zu investieren.
Und wenn das aufgrund des Einkommens nicht geht, wer hat Sie abgehalten, etwas zu lernen, womit man gutes Geld verdient?

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