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21.07.2014

15:39 Uhr

Umfrage

Deutsche wollen noch mehr sparen

Durchschnittlich 194 Euro legen die Deutschen monatlich auf die hohe Kante, ergab eine Umfrage im Auftrag von Volksbanken und Raiffeisenbanken. Doch vielen ist das nicht genug. Sie würden am liebsten noch mehr sparen.

Die Deutschen sparen viel und gerne, aber nicht genug, um die eigenen Sparziele erfüllen zu können, ergab die BVR-Umfrage. dpa

Die Deutschen sparen viel und gerne, aber nicht genug, um die eigenen Sparziele erfüllen zu können, ergab die BVR-Umfrage.

Die niedrigen Zinsen halten die Deutschen nicht vom Sparen ab. Einer aktuellen Umfrage zufolge legen sie sogar fast alles an, was sie nicht für den unmittelbaren Konsum ausgeben. Sie würden aber gerne noch höhere Beträge zur Seite legen, wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Montag mitteilte. Das Institut TNS Infratest hatte im Auftrag des BVR im April rund 2000 Bundesbürger zu ihrem Sparverhalten befragt.

Echte Anleger sind...

...gelassen

"Sie wissen, dass Aktienkurse von allen möglichen unvernünftigen Kräften beeinflusst werden, dass sie ebenso fallen wie steigen können und dass das auch für Aktien gilt, die sie selbst besitzen. Wenn das passiert, reagieren sie darauf mit Gleichmut. Sie wissen, dass der Preis wieder zurückkommt, solange das Unternehmen die Eigenschaften behält, die sie als Anleger zunächst angezogen hatten."

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"Anstatt sich von der Begeisterung der Menge mitreißen zu lassen, warten echte Anleger die richtige Gelegenheit ab. Sie sagen öfter Nein als Ja."

...rational

"Sie gehen auf der Basis klaren Denkens an den Markt und die Welt heran. Sie sind weder übermäßig pessimistisch noch irrational optimistisch; sie sind vielmehr logisch und rational."

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

Der maximal mögliche monatliche Sparbetrag der Befragten lag nach dem Umfrage-Ergebnis bei durchschnittlich 203 Euro. Tatsächlich hätten sie 194 Euro geparkt, also 96 Prozent davon. Um ihre Ziele erfüllen zu können, wäre nach Einschätzung der Befragten jedoch im Durchschnitt 265 Euro nötig. Demnach gebe es zwischen Sparwunsch und tatsächlich zurückgelegtem Geld eine Sparlücke von 71 Euro, rechnet der BVR vor.

Vor zwei Jahren hatte die gleiche Umfrage einen Maximalbetrag von 185 Euro ergeben, einen Sparbetrag von 165 Euro und ein Sparziel von 234 Euro pro Monat.

„Auch wenn sie ihre individuellen Sparziele nicht erreichen, Sparmuffel sind die Deutschen deshalb nicht“, bemerkte BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin. Der Großteil wisse um die hohe Bedeutung der privaten Altersvorsorge. Der BVR rechnet für 2014 wie im Vorjahr mit einer Sparquote der privaten Haushalte von 10 Prozent. Von 2008 bis 2013 hatte der Sparanteil sich von 11,5 auf 10 Prozent verringert.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Ylander Ylander

21.07.2014, 16:03 Uhr

Da lach ich ja. Der deutsche Michel glaubt allen Ernstes, mit Sparen - am besten auf de klassischen Sparkonto, etwas für seine Altersversorgung zu tun?
immer noch nicht begriffen, was abgeht an Grausamkeiten?

Herr Bernd Mayer

21.07.2014, 16:08 Uhr

"Deutsche wollen noch mehr sparen" dümmer geht`s nimmer. Enteignungspläne wurden immer wieder diskutiert. Man braucht sich nur an den Internationalen Währungsfonds (IWF) erinnern, der eine zehnprozentige Abgabe auf Vermögen andachte. Man sieht ja in den Wahlergebnissen die Dummheit der deutschen.

Herr Christian Feld

21.07.2014, 17:21 Uhr

Und wo bitte fällt Deutschland unter die vom IWF genannten Kriterien? Doch gar nicht, d.h. Ihr Kommentar dient nur der Panikmache.

Das Problem des Sparens ist, dass die Gegenposition Kredite bilden müssen, welche ausreichend rentabel sein müssen, um eine vernünftige Guthabensverzinsung zu ermöglichen.

Handelt es sich bei jenen Krediten aber um Konsumkredite, dann lässt sich daraus kein nachhaltiger Guthabenszins ableiten, weil Konsum nun einmal keine produktiven Güter schafft, sondern nur Güter "verbraucht".

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