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20.01.2012

18:51 Uhr

Umfrage zur Euro-Krise

Deutsche sehen Altersvorsorge gefährdet

VonJürgen Röder

ExklusivDie Mehrheit der Bundesbürger fürchtet negative Konsequenzen der Euro-Krise auf ihre Altersvorsorge. Auch deswegen interessieren sich viele Deutsche für die weiteren Maßnahmen zur Rettung der Gemeinschaftswährung.

Eine große Euro-Münze überragt die Menschen in der Innenstadt von Frankfurt. dpa

Eine große Euro-Münze überragt die Menschen in der Innenstadt von Frankfurt.

Düsseldorf73 Prozent der Bundesbürger fürchten, dass die Maßnahmen zur Euro-Rettung sich zumindest teilweise auf ihre persönlichen Finanzen auswirken. Ebenso viele glauben, dass die Rettungsmaßnahmen Einfluss auf die eigene Altersvorsorge haben.

Das eigene Wissen über die Euro-Rettung stuft die Mehrheit der Deutschen allerdings als ausbaufähig ein. 62 Prozent der Bevölkerung bezeichnen ihr Know-how höchstens als mittelmäßig – 15 Prozent sogar als schlecht oder sehr schlecht. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern, die Handelsblatt FinanceToday, der internationalen Presseschau für die Finanzbranche, exklusiv vorliegt.

Viele Deutsche wollen ihr Wissen über das umfassende Rettungspaket und die daraus resultierenden persönlichen Konsequenzen ausbauen. 45 Prozent der Befragten würden gerne grundsätzlich mehr darüber erfahren, welche Auswirkungen die Euro-Rettung auf ihre persönlichen Finanzen und ihre Altersvorsorge haben könnte.

Zwar ist bei einigen das Interesse an den Nachrichten zur Schuldenkrise mittlerweile abgeebbt. Die Mehrheit der Deutschen interessiert sich aber immer noch für die Berichterstattung. Knapp 73 Prozent der Bundesbürger verfolgen nach wie vor die jüngsten Meldungen zur Lage an den Finanzmärkten in der Euro-Zone.

Kommentare (21)

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EnteigneterSparer

20.01.2012, 19:15 Uhr

Dass die Inflationspolitik der EZB den kapitalgedeckten Teil der Altervorsorge teilentwerten wird, sofern er in Rentenversicherungen, Lebensversicherungen, Festgeld, Anleihen oder Banksparplänen steckt, ist eine reichlich banale Erkenntnis. Sachwerte wie Aktien oder Immobilien können teilweise schützen (mit den bekannten Risiken), allerdings ist in z.B. in Riester-Aktiensparplänen ein nicht geringer Teil Anleihen enthalten, um die (nominale) Kapitalgarantie zu erreichen. Wer in die Edelmetallblase hineinspekuliert, schützt sich vor Inflation und erwirbt das Recht auf drastische Verluste, wenn sich die Lage wieder normalisiert.

Insgesamt nicht gerade rosige Aussichten. Es ist ein Hohn, dass man uns noch immer erzählen möchte, Deutschland profitiere vom Euro. Die Kosten für den deutschen Sparer und Steuerzahler sind so immens, dass eine Abwicklung die beste Lösung ist. Lieber ein Ende mit Schrecken mit anschließender Wiedereinsetzung einer Bundesbank, die im Gegensatz zur EZB seriös agiert.

HelmutJosefWeber

20.01.2012, 19:17 Uhr

Zur Alterssicherung:
Zu Riester vorab: Das hat die Stiftung Warentest errechnet, zu dieser Form der Altersversorgung brauch man nun nichts mehr sagen, zumal die Rente später voll angerechnet wird.
Alle Menschen die in eine Rentenkasse einzahlen, machen einen Fehler: Sie vertrauen dem Staat.
Ich kann nur jedem raten für seine private Altersversorgung eine Variante zu finden, bei der:

1. Keine Provisionen abgezogen werden, wie bei Riester u. Co.
2. Die Gewinne legal nicht versteuert werden müssen.
3. Der Staat keine Kenntnisse von hat.
4. Nicht besteuert wird, wenn die Vorsorge im Alter verbraucht wird.
5. Keine Krankenkassenbeiträge von bezahlt werden müssen;
daher auch keine Zuzahlungen für Medikamente usw. usw.
6. Alles sofort und augenblicklich in einen anderen Staat gebracht werden kann.
7. Auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel anerkannt wird.
8. Seit Jahrtausenden seinen Wert erhalten hat.
9. Nicht durch Inflation oder Währungsreform wertlos werden kann.
10. Beim Ableben des Inhabers der Altersversorgung, den Hinterbliebenen die Werte bleiben.
11. Nicht bei der Berechnung von Wohngeld (bis 60.000 Euro Vermögen)angerechnet wird.

Natürlich kann man Goldmünzen nicht essen, aber ungültige Banknoten auch nicht.

Viele Grüße
H. J. Weber

Schlecker

20.01.2012, 19:27 Uhr

Tja, "politische Projekte" können eben sehr teuer sein. Sie können sogar den gesamten Wohlstand vernichten. Der Euro gehört dazu. Wir werden in Deutschland flächendeckend Altersarmut haben. Wer noch nicht daran dachte, dem sollte dieser Artikel im HB nachdenklich machen.
Man kann nicht alles haben. Und Geld nur einmal ausgeben. Entweder in Deutschland, oder eben verschenken in Europa.

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