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05.06.2012

14:18 Uhr

Verbraucherschützer im Interview

„Man kann nie wissen, was passiert“

VonChristian Panster

Wie sicher ist das Geld auf der Bank? Im Interview erklärt Thomas Mai von der Verbraucherzentrale Bremen, was Sparer tun sollten, um ruhig schlafen zu können.

Thomas Mai von der Verbraucherzentrale Bremen.

Thomas Mai von der Verbraucherzentrale Bremen.

Herr Mai, viele Deutsche fürchten um ihr Tagesgeld bei Banken aus Südeuropa. Ist die Furcht begründet?
Thomas Mai: Grundsätzlich gilt die gesetzliche Einlagensicherung, also die Einlagensicherung Deutscher Banken (EdB) auch für viele ausländische Banken, etwa die spanische Santander.

Also müssen sich die Kleinsparer nicht sorgen.
Normalerweise nicht. Aber ich kann die Sparer verstehen. Die Schuldenkrise in Europa verunsichert die Menschen zutiefst. Wenn nichts Gravierendes geschieht, sind ihre Einlagen sicher, auch bei den Auslandsbanken. Aber man kann nie wissen, was passiert. Kommt es etwa zu einer Bankenpleite in Spanien, dürfte das eine Kettenreaktion auslösen. Die Folgen wären kaum absehbar. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die Politik dies nicht zulassen wird.

Bekommen Sie derzeit viele Anrufe zu dem Thema?
Ja, das Interesse daran hat deutlich zugenommen.

Und was raten Sie den Anrufern?
Ruhe bewahren. Grundsätzlich empfehlen wir, nicht das komplette Sparguthaben auf das Tagesgeldkonto nur einer einzigen Bank zu bringen. Sparer sollten ihr Vermögen auf verschiedene Banken aufteilen.

Auch auf die ausländischen Institute? Immerhin gibt es bei vielen mehr Zinsen.
Letztlich muss das jeder für sich allein entscheiden. Jeder Sparer sollte schauen, dass er ruhig schlafen kann mit seinem Bankkonto. Und er sollte sich fragen, ob es sich lohnt wegen eines Viertel Prozents nicht ruhig zu schlafen.

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