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09.07.2013

12:57 Uhr

Verbraucherschutz

Banken sollen fairen Pfändungsschutz gewähren

Dass höhere Gebühren für Konten mit Pfändungsschutz gerichtlich untersagt sind, ignorieren einige Banken, wie Verbraucherschützer kritisieren. Sie fordern: Der Bund soll die Höhe der Gebühren gesetzlich regeln.

Immer wieder geraten Banken in die Kritik bei Verbraucherschützern, etwa, weil ihre Kundenberatung die Risiken von Anlage-Geschäften nicht transparent macht. Einige Banken nutzen offenbar auch beim Pfändungsschutz die Unwissenheit der Kunden aus. dpa

Immer wieder geraten Banken in die Kritik bei Verbraucherschützern, etwa, weil ihre Kundenberatung die Risiken von Anlage-Geschäften nicht transparent macht. Einige Banken nutzen offenbar auch beim Pfändungsschutz die Unwissenheit der Kunden aus.

LeipzigDrei Jahre nach Einführung von Bankkonten mit eingebautem Pfändungsschutz haben Verbraucherschützer gesetzliche Nachbesserungen gefordert. Es sei „die gesetzliche Klarstellung“ nötig, dass Banken bei der Umwandlung von Girokonten in sogenannte Pfändungsschutz-Konten die Kontoführungsgebühren nicht erhöhen dürften, forderte die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) am Dienstag in einer Zwischenbilanz zur Einführung der P-Konten im Sommer 2010. Die zulässige Gebührenhöhe für P-Konten sei „immer noch strittig“. Auch dürfe die Umwandlung in ein P-Konto nicht zu Kontokündigungen führen oder zu Leistungseinschränkungen gegenüber Kunden.

Die VZS drohte Banken, die für die sogenannten P-Konten noch immer höhere Gebühren verlangen als für normale Girokonten, mit weiteren rechtlichen Konsequenzen. „Sofern diese Praxis nicht abgestellt wird, erscheinen zur endgültigen Klärung weitere gerichtliche Schritte nötig“, erklärte VZS-Finanzexpertin Andrea Heyer.

Die P-Konten waren im Juli 2010 eingeführt worden, normale Girokonten können seitdem in Pfändungsschutz-Konten umgewandelt werden. Bei den P-Konten soll eine Pfändungsfreigrenze überschuldeten Bankkunden den Lebensunterhalt sichern. Die Freigrenze liegt derzeit bei rund 1.045 Euro. Gläubiger können nur mit Pfändungen auf das Konto zugreifen, soweit das Guthaben den jeweiligen Pfändungsfreibetrag übersteigt.

Teils verlangen Banken und Sparkassen von Kunden für P-Konten laut VZS noch immer höhere Kontoführungsgebühren als für normale Konten. In der Vergangenheit hatten Institute bis zu 15 Euro monatlich gefordert, wogegen die Verbraucherzentralen geklagt hatten. Der Bundesgerichtshof urteilte im Herbst daraufhin, dass Banken für die P-Konten keine höheren Gebühren verlangen dürfen als für normale Konten. Institute zahlten daraufhin bereits erhobene Gebühren teils an Kunden zurück. Andere verweigerten dies laut VZS aber oder zahlten Gebühren nur für einige Monate zurück.

Von

afp

Kommentare (1)

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elly

09.07.2013, 16:04 Uhr

Tja die Banken, die haben u.a. die Macht!

Pfui, sich noch am Leid von Menschen zu bereichern die eh um ihre Existenz kämpfen, zum ko......

Aber die Politik lässt das alles gezielt schleifen. Man kann sich ja nicht mit dieser Lobby anlegen mit der man gerne mal ein Gläschen hebt!

Vor allem helfen die ja auch gerne bei Gesetzestexten. So bleibt dem Beamten die leidvolle Arbeit erspart, wie nett!

In der Not hilft dann auch der deutsche Michl, damit ja keine der wichtigen Banken den Bach runter geht!

Verkehrte Welt - Banken sollen für den Menschen da sein!

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