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31.03.2014

14:08 Uhr

Verbraucherschutz

Versicherung gegen Katastrophen gefordert

Hausbesitzern sollen eine Versicherung gegen Naturkatastrophen abschließen, so fordern es Verbraucherschützer von der Bundesregierung. Versicherungen könnten durch eine solche Regelung zu bezahlbaren Policen gezwungen werden.

Dächer ragen nahe dem bayrischen Deggendorf nach einem Dammbruch im vergangenen Jahr aus dem Hochwasser der Donau. Verbraucherschutz fordern eine gesetzliche Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen. dpa

Dächer ragen nahe dem bayrischen Deggendorf nach einem Dammbruch im vergangenen Jahr aus dem Hochwasser der Donau. Verbraucherschutz fordern eine gesetzliche Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen.

LeipzigNach Ansicht von Verbraucherschützern sollte die Bundesregierung Hausbesitzern den Abschluss einer Versicherung gegen Naturkatastrophen vorschreiben. Ein flächendeckender und bezahlbarer Versicherungsschutz gegen Naturgefahren lasse sich nur mit einer gesetzlich fixierten Versicherungspflicht erreichen, erklärte die Verbraucherzentrale Sachsen am Montag in Leipzig. Hausbesitzer sollten zum Abschluss einer Elementarschadenversicherung verpflichtet werden, die alle möglichen Naturgefahren abdecke.

Bislang werden solche Schäden in unterschiedlichen Policen abgesichert: Über eine verbundene Wohngebäudeversicherung werden beispielsweise Schäden durch Sturm und Hagel oder durch geplatzte Leitungen abgedeckt. Eine Versicherung gegen Elementarschäden muss dagegen gesondert abgeschlossen werden. Diese sichert dann in der Regel Erdbebenschäden, Wasserschäden durch starken Regen oder Hochwasser und Dachschäden durch hohe Schneelasten. Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zufolge sind 68 Prozent der Haushalte nicht durch eine Elementarschadenversicherung abgesichert.

Die Verbraucherzentrale fordert, alle diese Schadensarten in einer Police zu bündeln. So bleibe die Versicherung auch bezahlbar. Zudem müsse es für Verbraucher auch einen Rechtsanspruch auf eine Versicherung geben und somit auch die Versicherer zum Abschluss einer Police zu zwingen. Bislang gleiche das Finden einer Versicherung für Menschen in besonders gefährdeten Regionen einem Glücksspiel, erklärten die Verbraucherschützer.

Eine Versicherungspflicht müsse auch mit einer Staatsgarantie für mögliche Großkatastrophen verbunden werden. Wenn ab Schäden über acht Milliarden Euro der Staat einspringen würde, gäbe es für die Versicherungswirtschaft kaum noch einen Grund für die Ablehnung einer Versicherungspflicht, erklärten die Verbraucherschützer. Vor Kurzem hatte die Bundesregierung erklärt, eine Versicherungspflicht für Elementarschäden zu prüfen.

Von

afp

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