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24.10.2013

14:32 Uhr

Vermögen

Deutsche sparen weniger

Die Deutschen legen einen kleineren Anteil ihres Einkommens auf die hohe Kante. Ein möglicher Grund: Die geringen Zinsen. Dennoch steigt das Sparvolumen unterm Strich – weil die Einkommen der Deutschen gestiegen sind.

Anlegen oder verprassen? Die Deutschen geben ihr Geld gerne für große Anschaffungen aus. dpa

Anlegen oder verprassen? Die Deutschen geben ihr Geld gerne für große Anschaffungen aus.

BerlinDie Deutschen haben im vergangenen Jahr einen etwas kleineren Anteil ihres Vermögens als zuvor gespart. Trotzdem legten sie unter dem Strich etwas mehr Geld zurück - denn die Einkommen sind gestiegen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervorgeht. Insgesamt legten die Deutschen 2012 demnach 176,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante. Im Jahr zuvor waren es noch 173,6 Milliarden Euro gewesen.

Die Sparquote - also der Anteil am verfügbaren Vermögen, den Verbraucher sparen - sank 2012 allerdings leicht: Sie legten laut Vermögensbarometer 10,3 Prozent zurück. 2011 waren es noch 10,4 Prozent. Grund dafür dürften der Umfrage der Sparkassen zufolge vor allem die derzeit niedrigen Zinsen sein, die Anlagen auf dem Sparbuch oder auf Festgeld-Konten immer unattraktiver machen.

Stattdessen geben die Deutschen ihr Geld schon seit längerem lieber für größere Anschaffungen aus.

Deutlich an Beliebtheit zur Vorsorge gewonnen haben zugleich Immobilien. Das Eigenheim gilt mittlerweile der Hälfte der Deutschen als perfekte Anlage, wie der DSGV mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 45 Prozent gewesen. Unbeliebter geworden sind hingegen Lebens- und Rentenversicherungen - trotzdem stehen sie bei der Vermögensplanung der Deutschen noch an der zweiten und dritten Stelle.

Verbraucherschützer kritisieren diese Versicherungen seit langem als intransparente Anlage, die mit hohen Verwaltungskosten verbunden ist. Zudem kämpfen auch Versicherungen derzeit mit den niedrigen Zinsen.

Insgesamt fühlt sich die Mehrheit der Bundesbürger aktuell laut Umfrage aber finanziell "gut" oder "sehr gut" aufgestellt. Das sagten demnach 57 Prozent der Befragten. 32 Prozent bewerten die Lage mit "es geht". Elf Prozent mit "eher schlecht" oder "schlecht" - das ist zwar etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als in den Jahren 2005 und 2006.

Von

afp

Kommentare (2)

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HofmannM

24.10.2013, 15:07 Uhr

Weil der Staat immer gieriger (Erneuerbare Energie Zwangsagbe, mehr Steuerzahlungen, mehr ökologisch unsinnige Abgaben wie z.b. die CO2-Abgabe oder Energieeinsparverordnung usw.) wird, bleibt dem Menschen immer weniger zum "Sparen" überig und damit immer weniger für die eigene Altersvorsorge! Altersarmut wird in Deutschland noch massiv zunehmen.
Für viele Bürger wird der Abschwung vom Wohlstand in die Armut rasant zunehmen. Zu Verdanken ist dies der ökosozialistsichen Merkel-Regierung im "Schwarzen Volksparteien" Gewand!
Werte und Glaubwürdigkeit haben ALLE etablierten Bundestagsparteien verloren und dies ist der Untergang der deutschen Wohlstands-Erfolgs-Geschichte nach dem 2.Weltkrieg (Wirtschaftswunder-Aufschwung)!

Prophet

24.10.2013, 15:29 Uhr

Und wer versucht sich aus dieser Falle von sinkenden Realeinkommen und drohender Verarmung durch Sparen zu befreien, wird durch höhere Kapitalertragssteuer auf real negative Zinsen beklaut. Das ist ein Falsches Signal an leistungsbereite und eigenverantwortliche Menschen. Wer dann auch noch durch steigende Stromkosten in die Zange genommen wird, hat eigentlich gar keine Lust mehr überhaupt etwas zu tun. Wozu auch? Wie diebische Elstern stürzen sich alle auf jeden blinkenden Euro. Es ist ja auch schön einfach, sich auf Kosten anderer leute zu bereichern.

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