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18.06.2014

16:31 Uhr

Vermögensreport

Reiche werden immer reicher

VonKatharina Schneider

Es geht aufwärts: Bei der Anzahl der Reichen, ihrem Vermögen, ihrer Zuversicht in den Finanzmarkt und ihrem Vertrauen in Vermögensmanager. Und je reicher sie sind, desto wichtiger ist ihnen auch soziales Engagement.

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DüsseldorfRendite erzielen ist wichtig, doch viele Reiche legen auch großen Wert auf soziales Engagement. Das ist eines der Ergebnisse des am Mittwoch veröffentlichten Wohlstandsberichts (World Wealth Report 2014) von Capgemini und RBC Wealth Management. So gaben 92 Prozent der sogenannten „High Net Worth Individuals“ (HNWIs) an, dass sie mit ihrer Zeit, ihrem Geld oder ihrer Erfahrung einen positiven sozialen Effekt erzielen möchten.

HNWIs, das sind Personen mit einem anlagefähigen Vermögen von mehr als einer Million Dollar – ausgenommen sind selbstgenutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände. Im globalen Durchschnitt beschreiben 61 Prozent den sozialen Einfluss als sehr oder extrem wichtig. Allen voran Personen aus den Entwicklungsregionen: 90,5 Prozent der Inder, 89,4 Prozent der Chinesen und 89,2 Prozent der Indonesier. In Deutschland bewerten 63,4 Prozent der HNWIs den sozialen Effekt als sehr oder extrem wichtig.

Geldanlage: So sparen die Deutschen

Platz 10

Festverzinsliche Wertpapiere: 8 Prozent
Bei den Geldanlagen der Deutschen gibt 2014 laut einer TNS-Umfrage deutliche Unterschiede zum Vorjahr. Mehr als 2000 Bürger über 14 Jahren nahmen an der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts zum Sparverhalten der Deutschen teil.
Quelle: Verband der privaten Bausparkassen

Platz 9

Aktien: 14 Prozent

Patz 8

Investmentfonds: 20 Prozent

Platz 7

Riester-Rente: 22 Prozent

Platz 6

Immobilien: 25 Prozent

Platz 5

Kurzfristige Geldanlagen: 32 Prozent

Platz 4

Renten- und Kapital-LV: 35 Prozent

Platz 3

Sparen auf Girokonto: 37 Prozent

Platz 2

Bausparvertrag: 37 Prozent

Platz 1

Sparbuch und Spareinlagen: 51 Prozent

Die beliebteste Geldanlage ist mit 51 Prozent zwar immer noch das Sparbuch. Es verzeichnete im Vergleich zu 2013 jedoch einen Rückgang um vier Prozentpunkte.

Insgesamt wird die Bedeutung des sozialen Engagements umso wichtiger eingeschätzt, je reicher und je jünger die Personen sind. Als Begründung nennen die meisten persönliche und familiäre Werte (87,5 Prozent), gefolgt von dem Wunsch, den Kindern soziale Werte beizubringen (80,9 Prozent) und dem Verantwortungsgefühl, der Gesellschaft etwas zurückzugeben (76,5 Prozent). Der letzte Aspekt wird besonders häufig in Nordamerika genannt sowie in der Asien-Pazifik-Region, wo es zum Teil die erste Generation zu Wohlstand gebracht hat und ihrer lokalen Gemeinschaft etwas zurückgeben will.

Am Herzen liegen den Reichen insbesondere die Themen Gesundheit, Bildung und Kinder, gefolgt vom Wohlergehen alter Menschen. Einfluss nehmen sie etwa gleichermaßen über ihre Investmententscheidungen (14,5 Prozent), über Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen (14,4 Prozent) und ehrenamtliche Tätigkeiten (13,8 Prozent).

Die meisten Reichen leben noch immer in Nordamerika, doch die Asien-Pazifik-Region folgt mit nur noch geringem Abstand. Hier gibt es kaum noch 10.000 HNWIs weniger als in Nordamerika. Die Wachstumswerte sind in beiden Regionen aber beinahe identisch. In Nordamerika kamen 4,33 Millionen Personen dazu – ein Plus von 16 Prozent. In Asien-Pazifik betrug das Plus 17 Prozent, beziehungsweise 4,32 Millionen. Das Gesamtvermögen ist in Nordamerika um 17 Prozent auf 14,88 Billionen Dollar, in Asien-Pazifik um 18 Prozent auf insgesamt 14,20 Billionen Dollar gestiegen.

Kommentare (7)

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18.06.2014, 17:11 Uhr

"Am Herzen liegen den Reichen insbesondere die Themen Gesundheit, Bildung und Kinder, gefolgt vom Wohlergehen alter Menschen."

Also braucht man den Staat nicht. Die Reichen tun das von ganz alleine. Die ganzen Beamten, die Gesetze schaffen, Steuern eintreiben und Steuern ausgeben sind unnütz.

Lässt man die Menschen in Ruhe, kommen sie selber darauf.

Account gelöscht!

18.06.2014, 17:23 Uhr

Das meinen Sie sarkastisch,oder?

Account gelöscht!

18.06.2014, 17:41 Uhr

Ganz und gar nicht.

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