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17.07.2015

16:00 Uhr

Wohl geringere Beitragserhöhung

Rentenversicherung nimmt mehr ein als erwartet

Wegen deutlich höherer Einnahmen als geschätzt wird die Deutsche Rentenversicherung den Beitragssatz 2019 wohl nur gering erhöhen müssen. Die gute Situation und steigende Löhne kommen den Rücklagen zugute.

Die Rentenbeiträge steigen wohl deutlich weniger stark als bisher vorrasugesagt. dpa

Deutsche Rentenversicherung nimmt mehr ein als gedacht

Die Rentenbeiträge steigen wohl deutlich weniger stark als bisher vorrasugesagt.

BerlinDie Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung entwickeln sich besser als erwartet, so dass die Erhöhung des Beitragssatzes im Jahr 2019 geringer ausfallen könnte als bisher berechnet. Der Beitragssatz könne bis 2018 stabil bei 18,7 Prozent des Bruttolohns bleiben, teilte die Behörde am Freitag mit.

Im Jahr 2019 müsse der Beitrag nach neuen Berechnungen des Schätzerkreises aus Vertretern der Rentenversicherung und des Bundesarbeitsministeriums dann um 0,1 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent steigen. In ihrer Mai-Schätzung waren die Experten für 2019 noch von einer Erhöhung auf 19,1 Prozent ausgegangen.

Grund für die veränderte Prognose ist laut Rentenversicherung vor allem die günstige Entwicklung der Beitragseinnahmen. Diese werden von der hohen Beschäftigung und steigenden Löhnen beeinflusst. Die Rücklagen in der Rentenkasse werden daher langsamer aufgezehrt als angenommen.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Ende 2015 werde die Nachhaltigkeitsrücklage voraussichtlich 33,4 Milliarden Euro betragen. Im Mai war noch von 31,4 Milliarden Euro ausgegangen worden. Erst 2019 würden demnach die Reserven soweit verringert, dass eine Beitragserhöhung nötig ist. In den Berechnungen sind die Mehrausgaben für die seit Juli 2014 ausgeweitete Mütterrente und die Rente mit 63 berücksichtigt.

Von

rtr

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