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06.05.2012

11:28 Uhr

Warren Buffett

„Europas Banken schnappen nach Luft!“

VonRolf Benders

Anlegervorbild Warren Buffett sieht die Banken in Europa weiter in großen Problemen. Auf der volksfestartigen Hauptversammlung seiner Firma lobt er das US-Bankensystem und überspielt seine Krebserkrankung mit Witzen.

Warren Buffett, Chairman von Berkshire Hathaway, nimmt auf seiner Hauptversammlung am Zeitungs-Weitwerfen teil. dapd

Warren Buffett, Chairman von Berkshire Hathaway, nimmt auf seiner Hauptversammlung am Zeitungs-Weitwerfen teil.

OmahaVor 40.000 seiner Jünger hat sich Investmentguru Warren Buffett skeptisch über den Zustand des europäischen Bankensystems geäußert. „Europas Banken schnappen nach Luft“, sagte der drittreichste Mann der Welt auf der Hauptversammlung seiner Firma Berkshire Hathaway in Omaha Nebraska.

Anders als die meisten US-Banken seien die europäischen Institute in ihrer Finanzierung vor allem vom Markt abhängig, und diese sei in der Krise immer wieder gefährdet. Zudem litten die Banken an der Zerstrittenheit der Länder der Eurozone.

„Als die US-Regierung 2008 gesagt hat, dass sie alles tun wird, um das System zu retten, war das glaubhaft, weil sie die Macht dazu hat“, sagte Buffett. Aber bei der Vielzahl von Staaten und Meinungen in der Eurozone sei das etwas anderes.

Buffett lobte die Politik von EZB-Präsident Mario Draghi, der die Banken mit Milliarden an frischer Liquidität versorgt hatte. „Das war ein Kraftakt. Damit wurde die verloren gehende Finanzierung der Banken ersetzt“, sagte der Milliardär. Allerdings, so Buffett, sei fraglich, was die Banken nun tatsächlich mit dem Geld gemacht hätten. „Vielleicht haben sie es nur benutzt, um schuldenfinanziert  zu investieren und noch größer zu werden.“

Mehr Zutrauen hat Buffett dagegen in das US-Bankensystem. „Die US-Banken sind gesünder als noch vor Jahren“, sagte er. Er bekannte, privates Geld in das größte US-Institut JP Morgan investiert zu haben. Berkshire Hathaway hält bereits seit langem eine große Position an der viertgrößten Bank der USA, Wells Fargo.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Kommentare (12)

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cueneyt1986

06.05.2012, 11:54 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Lumba

06.05.2012, 12:00 Uhr

Anderen Menschen den Tod zu wünschen....
Welcher Hass muss doch in Ihnen stecken.

Hias333

06.05.2012, 12:09 Uhr

@cueneyt1986 - schämen Sie sich für Ihren Beitrag, ob Heuschrecke oder nicht - man wünscht keinem Menschen das er krepiert. Ihnen fehlt wohl die gute Kinderstube. Ausserdem, wenn Sie sich mit Warren Buffet beschäftigt hätten und nicht nur dem Stammtischgeschwätz der Occupy-Bewegung glauben schenken würden, wüssten Sie, dass er vieles aber sicher kein gewissenloser Investor ist.

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