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05.03.2014

14:46 Uhr

Wechselkurs-Manipulationen

Bank von England suspendiert Angestellten

Eine laufende Untersuchung über angebliche Wechselkurs-Manipulationen führt zur Suspendierung eines Mitarbeiters der Bank von England. Konkrete Beweise gebe es nicht, aber einen Verstoß gegen interne Kontrollprozesse.

Die Bank von England hat einen Mitarbeiter, aufgrund einer laufenden Untersuchung über angebliche Wechselkurs-Manipulationen, suspendiert. dpa

Die Bank von England hat einen Mitarbeiter, aufgrund einer laufenden Untersuchung über angebliche Wechselkurs-Manipulationen, suspendiert.

London Im Rahmen einer laufenden Untersuchung über angebliche Wechselkurs-Manipulationen hat die Bank von England einen Mitarbeiter suspendiert. Zwar lägen gegen die betroffene Person bisher keine Beweise für eine Beteiligung an der Marktmanipulation oder die Weitergabe vertraulicher Informationen vor, teilte die britische Zentralbank am Mittwoch in London mit. Es habe aber möglicherweise einen Verstoß gegen „rigorose interne Kontrollprozesse“ gegeben. Die Bank habe ihre Angestellten erneut angewiesen, sich strikt an bestehende Regeln zu halten. Die Untersuchungen würden fortgesetzt.

Chronologie der Ermittlungen zu Devisenmarkt-Manipulation

Juni 2013

Britische Regulierungsbehörden starten eine vorläufige Ermittlung wegen des Verdachts der Marktmanipulation auf dem Währungsmarkt. In den folgenden Monaten konkretisiert sich der Verdacht: Wichtige Händler verschiedener Geldhäuser sollen Preisabsprachen vor großen Kundenaufträgen getroffen und die Fixing-Kurse für bestimmte Währungen zu ihren Gunsten beeinflusst haben.

Anfang Oktober 2013

Auch die Schweizer Finanzaufsicht berichtet darüber, mehrere Banken wegen möglicher Verstöße auf dem Devisenmarkt zu überprüfen. Die EU-Kommission steht bereit, bei den Ermittlungen – es geht auch um Kartellvorwürfe – beizuspringen. Am 9. Oktober bestätigt die Royal Bank of Scotland Ermittlungen und übermittelt Kommunikationsaufzeichnungen eines ehemaligen Händlers an die Behörden.

Mitte Oktober 2013

Aus den vorläufigen Ermittlungen der britischen Aufsichtsbehörde FCA wird ein formales Verfahren. In Asien bestätigt die Finanzaufsicht in Hong Kong, ebenfalls einige Banken zu untersuchen.

Ende Oktober 2013

Die Deutsche Bank – Marktführer im Devisenhandel – bestätigt Anfragen der Aufsichtsbehörden. Die Ermittlungen befänden sich in einem frühen Stadium. Auch die Schweizer UBS legt die Prüfung in ihrem Quartalsbericht offen. Am 29. Oktober bestätigt das US-Justizministerium, dass sowohl die Strafverfolgungs- als auch die Kartellabteilung ermitteln.
Ende Oktober wird bekannt, dass die britische Bank Barclays und die Royal Bank of Scotland Händler von der Arbeit beurlaubt haben – ohne Schuldanerkenntnis.

Anfang November 2013

Citigroup und JP Morgan gehören ebenfalls zu den untersuchten Geldhäusern, am 4. November berichtet auch die HSBC offiziell von Behördenanfragen wegen möglicher Regelverstöße beim Devisenhandel. Am 5. November berichten mehrere Medien über millionenschwere Strafzahlungen wegen der Manipulation des Zinssatzes Euribor. Auch Goldman Sachs ist nun Ziel der Ermittlungen.

Januar 2014

Die Deutsche Bank suspendiert mindestens einen Devisenhändler wegen Manipulationsverdachts. Es bestehe der Verdacht, dass er Referenzkurse für Währungen manipuliert habe, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“. Der Händler habe in New York gearbeitet und mit argentinischen Pesos gehandelt.

Februar 2014

Die privaten Konten von Händlern stehen bereits im Visier der Ermittler – der Verdacht: Bankmitarbeiter dürften Manipulationen auch zu gewinnträchtigen privaten Geschäften genutzt haben. Jetzt wollen einige Großbanken die internen Regeln für private Transaktionen ihrer Mitarbeiter verschärfen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.03.2014, 19:40 Uhr

Was sagt die deutsche BaFin zu direkten und indirekten Geschäften von Mitarbeitern der Deutschen Bundesbank aktuell und früher?

Oder hat niemand die BaFin gefragt? Es wäre schon interessant Anfrage und Antwort an dieser Stelle lesen zu können.

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