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04.06.2015

09:45 Uhr

Wegen der Inflation

Brasilien erhöht erneut die Zinsen

Die hohe Inflation belastet Brasilien. Deswegen hat die brasilianische Notenbank die Zinsen erneut erhöht - auf nun 13,75 Prozent. Weitere Anhebungen sollen folgen. Allerdings ist der Kurs der Währungshüter umstritten.

Brasiliens Präsidentin ist maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. dpa

Dilma Rousseff

Brasiliens Präsidentin ist maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich.

Brasilia
Die brasilianische Notenbank hat im Kampf gegen hohe Inflation die Zinsen erneut angehoben. Die Währungshüter der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas setzten den Satz am Mittwoch von 13,25 auf nun 13,75 Prozent. Zudem erklärten sie, weitere Anhebungen konnten folgen, um die Teuerungsrate von zuletzt rund acht Prozent in Richtung der angestrebten 4,5 Prozent zu bringen. Ausgabenprogramme der Regierung, kräftig gestiegene Nahrungsmittelpreise und eine deutliche Abwertung der Landeswährung Real haben die Inflation in den vergangenen Jahren angeheizt.

Der Kurs der Zinsanhebungen ist aber umstritten, weil dadurch auch die Kreditkosten steigen und damit weniger konsumiert und investiert wird. Im ersten Quartal schrumpfte die Wirtschaft bereits um 0,2 Prozent und Volkswirte erwarten für das Gesamtjahr ein Minus von mindestens ein Prozent. Ende 2014 war die Wirtschaft im Land noch um 0,3 Prozent gewachsen.

Die Entwicklung geht auch auf den Politik-Schwenk von Präsidentin Dilma Rousseff zurück. Seit Beginn ihrer zweiten Amtszeit im Januar hat sie Staatsausgaben gedrosselt sowie Steuern und Strompreise erhöht. Damit will sie verloren gegangenes Vertrauen bei Investoren zurückgewinnen, die sie für ihre vorherigen Eingriffe in die Wirtschaft kritisiert hatten.

Von

rtr

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