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18.10.2012

16:31 Uhr

Welthandelsindex

Die Lage bessert sich allmählich

VonSebastian Kirsch

Der Welthandel erholt sich langsam. Das zeigt der exklusiv für das Handelsblatt erstellte Welthandelsindex der V.M.Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus C. Zschaber.

Auch für die kommenden 12 Monate gibt es laut V.M.Z. keine Anzeichen für eine Rezession der Weltwirtschaft. Man befinde sich aber weiterhin im Krisenzustand in der Euro-Zone. Reuters

Auch für die kommenden 12 Monate gibt es laut V.M.Z. keine Anzeichen für eine Rezession der Weltwirtschaft. Man befinde sich aber weiterhin im Krisenzustand in der Euro-Zone.

FrankfurtDie Bundesregierung hat jüngst ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr auf ein Prozent gesenkt. Im Vergleich mit anderen Euro-Ländern geht es der deutschen Wirtschaft aber relativ gut. Sie könnte auch davon profitieren, dass sich die Lage im weltweiten Handel langsam zu bessern scheint.

Das zeigt der Welthandelsindex, den die V.M.Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus C. Zschaber exklusiv für das Handelsblatt erstellt. Er lag im September bei 58,10 Punkten; etwas über dem Niveau des Vormonats. Werte über 50 Punkten lassen auf einen wachsenden Welthandel schließen.

Markus Zschaber, Chef der V.M.Z., sieht die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken weltweit als Stabilitätsanker für den Welthandel. Es seien Rahmenbedingungen für bald zunehmende Handelsaktivitäten geschaffen worden, sagt er.

Dabei geht Zschaber davon aus, dass mit einer 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit die Krise in Europa gemeistert und wieder Vertrauen in Investitionen und Kapitalströme zurückgewonnen wird. „Wir haben in der Euro-Zone trotz aller sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen einen voranschreitenden Reform- und Integrationsprozess“, sagt Zschaber.

Deutschland könnte bei der Erholung der Handelsströme zu den Gewinnern gehören. Nach Gesprächen mit Einkaufsmanagern erwartet die Vermögensverwaltung, dass sich der Investitionsstau bei den Unternehmen im vierten Quartal lösen wird.

Nach zuletzt sinkenden Auftragseingängen zeigt sich für deutsche Maschinenbauer ein Hoffnungsschimmer: Rohstoffreiche Staaten investieren ihre Einnahmen verstärkt in Infrastruktur und benötigen neue Ausrüstung.

Die solide Prognose für den Welthandel geht über das finale Quartal 2012 hinaus. Auch für die kommenden 12 Monate gibt es laut V.M.Z. keine Anzeichen für eine Rezession der Weltwirtschaft. Man befinde sich aber weiterhin im Krisenzustand in der Euro-Zone.

Mit seiner Prognose stellt sich V.M.Z. den zurückhaltenderen Vorhersagen des Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation entgegen. Diese seien zu pessimistisch.

Für Anleger sieht die V.M.Z. eine Chance bei Unternehmen mit globalen Absatzmärkten. Ihren Schwerpunkt setzt die Vermögensverwaltung auf deutsche Aktien. Die konjunkturelle Entspannung in Europa spiele zyklischen Unternehmen in die Hände; darunter Chemie-, Pharma- und Autounternehmen. Bayer und BMW haben es deshalb bei der V.M.Z. neu auf die Liste interessanter Aktien geschafft.

Mehr Informationen unter: www.welthandelsindex.de

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