Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.05.2012

16:20 Uhr

Welthandelsindex

Trendwende am Aktienmarkt steht bevor

VonChristian Schnell

An den Börsen geht es heute kräftig abwärts - langfristig dürften aber wieder bessere Zeiten kommen. Das signalisiert der Welthandelsindex - ein neuer Indikator von V.M.Z. Vermögensverwaltung und Handelsblatt.

FrankfurtEs war eine Meldung ganz nach dem Geschmack der Anleger, die die aktuelle Kursschwäche als Gelegenheit ansehen, um sich günstig mit Aktien einzudecken. Der deutsche Außenhandel zeigte sich vergangene Woche robuster als das Gros der Experten dies erwartet hatte. „Insbesondere die Nachfrage aus Nicht-Euro-Zone-Ländern hat zuletzt deutlich zugenommen“, sagt Bernd Hartmann, Leiter des Investment-Research der liechtensteinischen VP Bank.

Gerade weil der weltweite Handel für die Vorhersage der Konjunktur und die Entwicklung des Aktienmarkts immer wichtiger wird, berechnet die Kölner V. M. Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus Zschaber künftig jeden Monat exklusiv für das Handelsblatt den sogenannten Welthandelsindex. Der Clou dabei: Anders als vergleichbare Barometer wie der Baltic Dry Index oder der Howe Robinson Container Index bezieht der Welthandelsindex alle vier Transportwege ein (Schiffe, Schiene, Straße, Luft) und bietet damit einen umfassenden Überblick über alle weltweiten Handelsaktivitäten.

Seitdem die Warenströme quer über den Erdball immer schneller und zugleich stärker fließen, lesen Volkswirte und Aktienstrategen daraus auch Konsequenzen für den Aktienmarkt ab. Der Grund: "Fakt ist, dass die Bedeutung des Welthandels für die globale Wirtschaft rasant zugenommen hat und somit ein aussagekräftiges Bild für die aktuelle Situation der Weltwirtschaft darstellt", sagt Björn Kising, der bei der V.M.Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus Zschaber in Köln die volkswirtschaftliche Abteilung leitet.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Das verdeutlichen zwei Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden weltweit Waren und Güter im Wert von über 18.000 Milliarden US-Dollar exportiert, das waren fast 30 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Der Welthandel ist ein dynamischer Teil des Wirtschaftswachstums, der gut vom Welthandelsindex eingefangen wird. Er misst die Signale, die von internationalen Handelsströmen ausgehen. Anders als bei ähnlichen bekannten Indizes dieser Art, die etwa nur Transporte per Schiffsfracht untersuchen, gehen in den Welthandelsindex alle Warenströme per Straße und Schiene, zu Luft und zur See mit ein.

Ein Niveau über 50 Punkte zeigt wachsenden Welthandel

Mit Hilfe von mathematischen Modellen werden beim Index Millionen von Daten täglich aufgenommen, bewertet, gewichtet und verdichtet. Das Ergebnis lässt sich am Ende jedes Monats an einer Zahl ablesen. Indexstände über einem Niveau von 50 Punkten zeigen bereits einen wachsenden Welthandel inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft an. Unterhalb von 50 Punkten schrumpft die Welthandelsaktivität, unter 45 Punkten sogar deutlich.

Kommentare (25)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.05.2012, 16:29 Uhr

Ja ne iss klar :D und die Spareinlagen der Bürger sind sicher...ich weiss :D

SabineM

14.05.2012, 16:32 Uhr

Äh ja. Man sieht es schon kommen. Wir erwarten blühende Landschaften in Deutschland und v.a. in Europa. Die Schulden werden getilgt, die Griechen bleiben im Euro. In den 1930ern ist es mit der Wirtschaft auch toll bergauf gegangen, oder?
Angesichts solcher Artikel kann man nur noch den Kopf schütteln. Ich denke, es wird langsam wirklich Zeit, zu verkaufen und Papier in Sachwerte zu tauschen.

Wen

14.05.2012, 16:52 Uhr

@SabineM: Was verstehen Sie unter Sachwerten? Und was nicht?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×