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16.09.2013

21:29 Uhr

Wer kommt nach Bernanke?

Obama will im Herbst über Fed-Nachfolge entscheiden

Nach der Absage von Summers bleibt die Fed-Nachfolge weiter offen. In dieser Woche sei mit keiner Entscheidung zu rechnen. Eine Ankündigung von Obama wurde auf den „Herbst “ verschoben - der beginnt offiziell am Sonntag.

Fed-Chef Ben Bernanke geht. Wer kommt dann? Eine Entscheidung werde Obama erst im Herbst fällen, hieß es aus Washington. ap

Fed-Chef Ben Bernanke geht. Wer kommt dann? Eine Entscheidung werde Obama erst im Herbst fällen, hieß es aus Washington.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama dürfte seine Entscheidung über die Nachfolge an der Spitze der US-Notenbank (Fed) noch nicht in dieser Woche bekanntmachen. Dies signalisierte am Montag ein Sprecher des Präsidialamts. Er sagte vor Journalisten, Obama gehe davon aus, dass die Ankündigung "im Herbst" erfolgen werde. Ein Blick auf den Kalender zeige, dass immer noch Sommer sei. Herbstanfang ist am Sonntag.

Im Rennen um die Nachfolge von Fed-Chef Ben Bernanke ist nun dessen Stellvertreterin Janet Yellen die Favoritin. Zuvor hatte der frühere Finanzminister Lawrence Summers überraschend seinen Verzicht erklärt. Yellen wäre in der fast 100-jährigen Geschichte der Zentralbank die erste Frau an der Spitze. Sie steht für eine Fortsetzung der ultra-lockeren Geldpolitik von Amtsinhaber Bernanke.

Die aussichtsreichen Kandidaten

Nummer 1: Janet Yellen

Yellen ist bislang die Stellvertreterin von Ben Bernanke in der Fed. Sie gilt als Verfechterin eines aggressiven Kurses zur Stützung der Wirtschaft.

Hohes Ansehen

Yellen genießt als frühere Professorin an der Elite-Universität Berkeley hohes Ansehen. Sie hat früher als Wirtschaftsberaterin von Ex-Präsident Bill Clinton gearbeitet. Dass Obama Demokrat ist, dürfte Yellens Chancen zumindest nicht abträglich sein.

Nummer 2: Roger Ferguson

Wie Yellen war auch der Afro-Amerikaner bereits Fed-Vize (1999 bis 2006). Als Harvard-Absolvent ist Ferguson fachlich über alle Zweifel erhaben, auch wenn er stärker als Bankenkenner denn als hochkarätiger Geldpolitikexperte gilt.

Nummer 3: Donald Kohn

Als Nachfolger Bernankes käme auch der Fed-Veteran Donald Kohn in Frage, der nach 40 Jahren in der US-Notenbank 2010 in Ruhestand ging. Sollte ihn Obama zur Rückkehr bewegen, wäre er mit diesem Kandidaten auf der sicheren Seite: Fachlich genießt der Ökonom höchstes Ansehen.

Aus dem Rennen: Larry Summers

Der Ex-Präsident der Harvard Universität galt lange als Favorit für die Bernanke-Nachfolge. Doch gegen seine Kandidatur gab es vor allem in Obamas eigener Partei heftigen Widerstand. In einem Brief an den Präsidenten erklärte Summers seinen Verzicht auf die Kandidatur.

Aus dem Rennen: Tim Geithner

Tim Geithner war Obamas erster Finanzminister (2009-2013) und davor Chef der Zentralbank von New York. Bereits bei seinem Rücktritt als Finanzminister hatte er erklärt, der nächste Fed-Chef werde nicht er selbst werden. Dies hat er nun noch einmal bestätigt.

Auch in den Wettbüros liegt Yellen mittlerweile vorn. Dem irischen Online-Buchmacher Paddy Power zufolge liegen ihre Chancen auf den Posten nun bei rund 78 Prozent, nachdem bislang Summers die besten Aussichten eingeräumt wurden.

Posten noch unbesetzt

Larry Summers will nicht Fed-Chef werden

Posten noch unbesetzt: Larry Summers will nicht Fed-Chef werden

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.09.2013, 09:09 Uhr

Wird so oder so wieder´n W-(Itzig), Wetten ?

Mr.Money

17.09.2013, 10:21 Uhr

Diese Billiggeld-Politik wird uns noch langsam aber sicher immer weiter in den Erdgrund drücken. Wenn wir das ganze mal geographisch betrachten, sind wir fast beim Erdkern...

Trotz Investor-Flaute: Zieht den Zins wieder an oder schafft ihn ab! Ist sowieso unethisch, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass das notwendige Geld, also das für den Warentransfer nur 0,5% der gesamten im Umlauf befindlichen Geldmnenge ausmacht....

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