Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2017

15:53 Uhr

Werbung für „Binäre Optionen“

Warnung vor Finanzwetten im Netz

VonGeorgios Kokologiannis

Im Internet findet sich immer mehr Werbung für „Binäre Optionen“. Was nach seriöser Geldanlage klingt, ist in Wirklichkeit zwielichtiges Glücksspiel, sagen Beobachter. Eine neue Untersuchung bestätigt diese Warnung.

Sogenannte Binäre Optionen geraten immer mehr in die Kritik. dapd

Glücksspiel statt Geldanlage

Sogenannte Binäre Optionen geraten immer mehr in die Kritik.

FrankfurtEs sind hochriskante Finanzmarktwetten, mit denen Anleger langfristig nur Geld verlieren können: So lautet der Vorwurf der Gegner sogenannter Binärer Optionen, die von Plattformbetreibern vor allem im Internet aggressiv beworben werden. Gerade Privatinvestoren müssten davor geschützt werden, warnen Verbraucherschützer, – am besten durch ein Verbot des gesamten Handelssegments, das mehr mit zwielichtigem Glückspiel als mit seriöser Geldanlage gemeinsam habe.

Eine neue Untersuchung gibt nun Wasser auf die Mühlen der Kritiker und liefert zusätzliche Argumente für ein mögliches Verbot durch die Bafin. Bei der deutschen Finanzaufsichts-Behörde stehen Binäre Optionen bereits seit vergangenem Jahr unter verschärfter Beobachtung.

Die Versprechen klingen traumhaft. Schnelle Gewinne mit denkbar einfachen Börsenspekulationen: Schon mit wenigen Mausklicks am heimischen Rechner seien in kürzester Zeit spektakuläre Renditen für jedermann möglich, stellen Anbieter Binärer Optionen ihren Kunden in Aussicht.

Hintergrund: Bei der gängigsten Variante müssen Nutzer lediglich richtig vorhersagen, in welche Richtung sich ein bestimmter Basiswert innerhalb einer festgelegten Zeitspanne bewegen wird, um Geld zu verdienen. Als Basiswert infrage kommen dabei im Prinzip alle Anlageklassen, die an den Börsen gehandelt werden: angefangen von einzelnen Aktien und Anleihen sowie Marktindizes bis hin zu Devisen oder Rohstoffen.

So kann ein Anleger beispielsweise darauf setzen, dass der deutsche Aktienindex Dax in den kommenden 30 Minuten zulegen wird. Geht die Spekulation auf, dann winken enorme Renditen von in der Regel etwa 60 bis 90 Prozent des Kapitaleinsatzes. Andernfalls droht jedoch bei den meisten Anbietern der Totalverlust.

Doch dies ist offenbar nicht das einzige Risiko zu sein, auf das sich Kunden der Plattformbetreiber einlassen: „Die Geschäftspraktiken sind teils dubios, die Firmen im Ausland nicht greifbar. Verbraucher erhielten eingezahlte Einlagen und auch ihren Gewinn nicht zurück“, heißt es in einer am Mittwoch vorgelegten Warnung der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.01.2017, 17:37 Uhr

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Account gelöscht!

26.01.2017, 09:47 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×