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21.06.2017

14:59 Uhr

Wirtschaftsbericht

EZB warnt vor Risiken durch Trumps Politik

Die Notenbank fürchtet, dass eine Wende in der US-Handelspolitik erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft hätte. Der amerikanische Präsident Trump äußerte sich oftmals abwertend über die internationale Zusammenarbeit.

Eine mögliche Wende in der US-Handelspolitik könnte sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, so die Kritik der EZB. dpa

Europäische Zentralbank

Eine mögliche Wende in der US-Handelspolitik könnte sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, so die Kritik der EZB.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor negativen Folgen einer Wende in der US-Handelspolitik. Es gebe erhebliche politische Unsicherheit hinsichtlich der Ziele der Regierung von Präsident Donald Trump, erklärte die EZB in einem am Mittwoch veröffentlichten Auszug aus ihrem neuen Wirtschaftsbericht. Dies berge „potenziell erhebliche negative Folgen für die Weltwirtschaft“.

Seit seiner Amtsübernahme hat sich Trump über Formen der internationalen Zusammenarbeit verächtlich geäußert, darunter auch die Welthandelsorganisation. Dies löste Sorgen aus, dass die USA künftig Probleme ohne die Einbindung internationaler Organisationen angehen und auf eine protektionistische Handelspolitik umschwenken könnten. Insgesamt geht die EZB daher weiterhin davon aus, dass weltweit momentan die wirtschaftlichen Abwärtsrisiken überwiegen. Der erwartete Aufschwung der Weltwirtschaft stehe unter dem Vorbehalt bestimmter Annahmen und sei weiterhin sehr abhängig von geld- und fiskalpolitischen Impulsen.

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Positiv bewertete die EZB die Politik der behutsamen Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed). Damit scheine das Risiko einer ungeordneten Verschärfung der weltweiten Finanzbedingungen gesunken zu sein. Auch seien große Schwellenländer nicht mehr so verwundbar. Insgesamt blieb die EZB bei ihrer Bewertung aber vorsichtig: Sie gelangte zur Einschätzung, dass für die globalen Wirtschaftsperspektiven die Gefahren die Chancen weiterhin überwiegen.

Kommentare (2)

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Herr Grutte Pier

21.06.2017, 15:53 Uhr

Da trifft es sich gut, dass die EZB in den wiederholten, immer weiter fortgesetzten Rechtsbrüchen und der eigenen Gelddruckorgie keine "Risiken" erkennen kann....

Es ist immer schön, wenn ein Anderer "schuld" ist.......

Herr Helmut Metz

21.06.2017, 17:38 Uhr

Das tatsächlich größte Risiko wurde schon längst eingegangen: nämlich durch die 1:1-Übernahme einer (im Wortsinne!!) ZENTRALEN Forderung aus dem Kommunistischen Manifest von Marx / Engels:
"5) Centralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol."
https://de.wikisource.org/wiki/Manifest_der_Kommunistischen_Partei_(1848)
Das Risiko heißt also EZB UND Fed UND BoE UND BoJ UND PBOC UND... usw. usf.

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