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02.08.2013

11:19 Uhr

3D-Drucker

„Jeder wird zum Fabrikanten“

VonJürgen Röder

Der 3D-Druck soll der Megatrend der kommenden Jahre werden. Doch die beteiligten Unternehmen sind noch sehr klein, ein Investment entsprechend risikoreich. Es gibt aber doch eine Alternative.

Ein 3D-Drucker auf der weltweit größten Computermesse CeBIT in Hannover. dpa

Ein 3D-Drucker auf der weltweit größten Computermesse CeBIT in Hannover.

DüsseldorfDie neuen Drucker begnügen sich nicht länger nur mit Papier, sondern spucken auch ganze Gegenstände aus – etwa Schrauben, Tassen oder Flugzeugteile. Geräte, nicht größer als ein Kühlschrank, scheinen komplette Fabriken ersetzen zu können. Gemeint ist der 3D-Druck, der angesichts des enormen Marktpotenzials auch Anleger in seinen Bann zieht.

Für viele Experten ist 3D-Druck der Megatrend der nächsten Jahre. Schätzungen zufolge soll der Markt bis 2018 auf rund drei Milliarden US-Dollar anwachsen. Auch US-Präsident Barack Obama sieht das Verfahren als revolutionäre Technologie und Jobmotor: „Der 3D-Druck hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir fast alles machen, zu revolutionieren“, sagte Obama im Frühjahr bei seiner Rede zur Lage der Nation.

Dabei wurde bereits 1984 der erste funktionierende 3D-Drucker entwickelt. Wenige Jahre später kamen dreidimensionale Druckverfahren bereits in der Industrie zum Einsatz, um Modelle oder Prototypen zu erstellen, etwa bei den Autoherstellern. Dass aktuell viel über 3D-Drucker geschrieben wird, hat andere Gründe. Zum einen macht die Wissenschaft faszinierende Fortschritte. Forscher in Schottland haben beispielsweise ein Druckverfahren entwickelt, das mit embryonalen Stammzellen arbeitet – Fernziel: Organe nachbauen.

Zum anderen machen Firmen wie Makerbot und Sculpteo die Technologie massentauglich. Mit einem CAD-Programm kann heute im Prinzip jeder ein Modell zeichnen und selbst drucken oder bei einem Dienstleister bestellen. Beides ist zwar nicht ganz billig, aber für einen passionierten Tüftler durchaus bezahlbar. So ist eine wachsende Szene von Hobby-Designern entstanden. Praktisch jeder könnte zukünftig Gegenstände entwerfen und anschließend mit wenig Aufwand produzieren. 

Die Geräte sollen so selbstverständlich werden, wie es heutzutage Tintenstrahldrucker sind. Die Funktionsweise: Kunststoffe, Harze und Metalle werden mit Hilfe eines Laserverfahrens schichtweise zu einem plastischen Objekt aufgebaut.

„So, wie durch das Internet heute praktisch jeder sein eigener Verleger sein kann, werden wir durch den 3D-Druck alle zu Fabrikanten“, sagt Chris Anderson, Bestsellerautor, Journalist und Unternehmer, im Interview mit Marktmacher, dem Magazin der Börse Stuttgart.

Kommentare (8)

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HofmannM

02.08.2013, 11:35 Uhr

Jetzt verfolgt mich dieser 3D-Drucker (...) schon einige Monate! (...)
Weder ein Haus, noch ein Auto oder auch sonst welche Dinge des Alltags können mit einen Drücker hergestellt/gefertigt werden. Ein Drucker bleibt ein Drucker. Auch wenn er 3D als Bezeichnung hat.
Alles andere sind software gesteuerte Fertigungsmaschinen/Robotertechnik!

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

02.08.2013, 12:11 Uhr

Na und? Ist doch egal wie das Ding heißen oder genannt wird, welches man sich zu Hause hinstellt. Ich glaube an diesen Trend!

Michkenntman

02.08.2013, 13:35 Uhr

Man kann damit noch nicht mal Kupfer auf eine Leiterplatte drucken... Dieser Hype ist als würde man wegen des ersten Holzrades der Welt die Formel 1 herbeigeredet haben. Aber das war erst Jahrtausende später.

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