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05.01.2015

14:42 Uhr

Aktien und Prognose

Die aussichtsreichsten Märkte 2015

VonMatthias von Arnim

Die Themen EZB-Anleihekäufe, EU-Investitionsprogramm und der Ölpreis werden in diesem Jahr die Aktienmärkte massiv beeinflussen. Welche Länder davon profitieren und wie Anleger auf diese Themen setzen können.

Die Aktienmärkte in Südeuropa, China und Russland sollten Anleger 2015 im Blick haben. Getty Images

Die Aktienmärkte in Südeuropa, China und Russland sollten Anleger 2015 im Blick haben.

DüsseldorfBilliges Geld, billiges Öl. Auf diese einfache Formel lässt sich das reduzieren, was die Aktienmärkte derzeit antreibt. Die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) haben die Kapitalmärkte mit Geld geflutet. Das sorgte in den vergangenen Jahren fast weltweit für steigende Aktienkurse – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Der sinkende Ölpreis und politische Verwerfungen haben zuletzt allerdings die Wirtschaft in einigen Regionen unter Druck gesetzt – und in der Folge auch deren Aktienmärkte: In erster Linie ist hier Russland zu nennen, das zudem unter den Sanktionen des Westens leidet.

Gleichzeitig profitieren Wirtschaftsräume wie Asien – hier insbesondere China – und Europa, die Energieträger in großem Umfang importieren, derzeit von den niedrigen Ölpreisen. Die Perspektiven für diese Aktienmärkte sehen entsprechend unterschiedlich aus. Ein Ausblick auf diese drei Regionen zeigt die Chancen auf, die sich aus der aktuellen Situation ergeben.

Europa: moderates Wachstum auf Pump

„Die wirtschaftliche Dynamik in den ehemaligen europäischen Krisenländern beschleunigt sich wieder. Das ist ein Zeichen, dass die Strukturreformen in den Peripherieländern greifen. Der Kontinent bewegt sich aber immer noch wirtschaftlich auf einer Durststrecke“, sagt Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer der Deutschen Asset & Wealth Management. Für die Aktien an den europäischen Börsen muss das jedoch nicht heißen, dass die Kurse sinken werden.

Im Gegenteil: „Die EZB dürfte mit Anleihekäufen für Impulse in Europa sorgen. Die Politik des lockeren Geldes hat sich bisher als Treiber für steigende Aktienkurse sowie Immobilien- und Anleihepreise erwiesen. Und sie wird dies auch 2015 tun“, so Wöhrmann. Flankiert wird die Politik der EZB zudem durch neue Konjunkturprogramme der europäischen Union: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in diesen Tagen ein milliardenschweres Investitionsprogramm für die europäische Wirtschaft vorgestellt.

Der Plan hat das Ziel, mit Hilfe eines Kapitaltopfs in Höhe von 21 Milliarden Euro und weitreichenden Garantieversprechen für Unternehmen Investitionen von mindestens 315 Milliarden Euro in den kommenden Jahren anzustoßen. „Wenn das funktioniert, wird das Geld in die Infrastruktur fließen.

Bessere Straßen, ein zukunftsfähiges Energienetz und ein Ausbau des Internets sorgen dann für reales Wachstum“, erklärt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Die Kehrseite der Medaille sei allerdings eine weiter steigende Verschuldung der Staatshaushalte in Europa. „Es ist Wachstum auf Pump“, so Halver.

Kommentare (3)

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05.01.2015, 15:35 Uhr

Welche Länder davon profitieren und wie Anleger auf diese Themen setzen können.


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EUROPA ist beispielsweise in der EU...

OHNMÄCHTIG gegenüber der steigender EU-Arbeitslosigkeit...

OHNMÄCHTIG gegenüber fehlendes Kapital der für Konsum sorgt...

OHNMÄCHTIG gegenüber der Politik in der Ukraine...

OHNMÄCHTIG gegenüber fehlendes kapital für Investitionen...

OHNMÄCHTIG gegenüber wenn in 2015 einen Krieg ausbricht dass die EU mit involviert...

OHNMÄCHTIG gegenüber extreme Gruppierungen und Parteien in der

EU...die mehr an Beliebtheit gewinnen als die EU selbst...


OHNMÄCHTIG gegenüber wie man an 500 MILLIONEN EUROPÄER mehr

Perspektiven und Zukunft anbieten sollte...

WOHER SOLL VERTRAUEN FÜR DIE " EU " HERKOMMEN ???





Herr Stephan Fehlmann

05.01.2015, 16:04 Uhr

Die aussichtsreichsten Märkte? Sicher nicht der DAX! Wenn jemand in Uebersee hustet, hat dieser Index bereits die Seuche. Und überhaupt, die mutmasslichen Gewinner erkennt man dann meistens immer nur im Nachhinein.

Herr Markus Gerle

05.01.2015, 16:15 Uhr

Hallo Herr Santos, aus diesem Grund habe ich europ. (auch deutsche) Aktien inzwischen stark untergewichtet. Schade, dass der Artikel nicht ausführlicher ist. Mich würden Meinungen zu den USA interessieren. Da lief es zumindest für mich in letzter Zeit nicht schlecht. Auch glaube ich, dass die Aktienmärkte vieler südostasiatischer Länder in 2015 gut zulegen werden (u. a. auch wegen China), während ich das für Südamerika nicht sehe.
Aber vielleicht schreibt HB ja auch noch in einem weiteren Artikel zu den anderen Märkten.

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