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06.04.2011

11:39 Uhr

Analyse

Zertifikate-Anleger sind weniger risikobereit

Deutsche Zertifikate-Anleger sind laut einer Analyse der UBS weniger risikobereit als noch im Vormonat. Im Schnitt kalkulieren Investoren Kursverluste beim Dax häufiger in ihre Anlageentscheidungen mit ein.

Die UBS-Bank hat den Investor-Sentiment-Index veröffentlicht. Quelle: dpa

Die UBS-Bank hat den Investor-Sentiment-Index veröffentlicht.

FrankfurtDie Risikobereitschaft der deutschen Zertifikate-Anleger hat einer Analyse zufolge zuletzt abgenommen. Der am Mittwoch veröffentlichte Investor-Sentiment-Index der UBS vergleicht den Stand des Dax mit der Höhe der Sicherheitspuffer (Caps), die Anleger beim Kauf von UBS-Discountzertifikaten auf den deutschen Leitindex gewählt haben. Je weiter der Cap unter dem Dax-Stand liegt, desto größere Risikoscheu signalisiert er.

Im März lag der durchschnittliche Cap der gekauften UBS-Discounter um 12,71 Prozent unter dem jeweiligen Dax-Stand. Das heißt: Im Schnitt kalkulierten die Investoren Kursverluste beim Dax in entsprechender Höhe in ihre Anlageentscheidungen ein. Im Februar waren es im Schnitt noch 10,42 Prozent gewesen.

"Im Gegensatz zum Vormonat sind bei den Anlegern im Großen und Ganzen risikoärmere UBS Discount-Zertifikate gefragt", sagte Marcel Langer aus dem Frankfurter Derivate-Team der UBS. In der ersten Märzhälfte hätten Anleger zunächst geringere Risikopuffer gewählt, ab der Monatsmitte jedoch deutlich höhere.

Langer nennt ein weiteres Indiz für eine stärkere Risikoscheu der Investoren: Die Bandbreite der gewählten Caps war im März gegenüber Februar deutlich größer. Sie lag zwischen 4215 und 8400 Indexpunkten. Im Vormonat hatte sie zwischen 5900 und 7500 Punkten variiert. Dies sei ein Zeichen dafür, dass keine klare Markterwartung bestehe.

Von

rtr

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