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15.03.2013

13:54 Uhr

Anlagestrategie

Glänzende Spekulation auf Silber

VonMatthias von Arnim

Silber gilt unter Investoren als „der kleine Bruder“ des Goldes. Für Zertifikate-Anleger ist Silber als Basiswert gerade deshalb interessant, weil der Silber-Preis deutlich intensiver schwankt ist als der Gold-Preis.

500 Kilogramm in 94 Silberbarren im Archäologie Museums in Herne: Der Silber-Preis schwank mehr als der Gold-Preis. dpa

500 Kilogramm in 94 Silberbarren im Archäologie Museums in Herne: Der Silber-Preis schwank mehr als der Gold-Preis.

DüsseldorfAnleger erlebten mit dem Edelmetall Silber in den vergangenen vier Jahren spannende Zeiten. Von Januar 2009 bis April 2011 war der Silberpreis von rund zehn auf fast 50 US-Dollar gestiegen. Dann folgte innerhalb weniger Tage der jähe Absturz auf 33 US-Dollar.

Ein Grund für den kurzzeitigen Silber-Crash war unter anderem eine Verschärfung der Handelsregeln an der New Yorker Terminbörse Comex: Die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen, die sogenannten Margins, für den Silberhandel wurden damals von einem auf den anderen Tag deutlich erhöht. Dies führte dazu, dass Marktteilnehmer mit gleicher Liquidität weniger Silberkontrakte halten konnten und daher Positionen verkaufen mussten.

Von dieser technischen Zäsur hat sich der Handel mit dem Edelmetall bis heute de facto nicht mehr erholt. Zwar stieg der Kurs in den folgenden Monaten nach dem Silber-Crash noch einmal auf fast 44 US-Dollar. Doch seit September 2011 pendelt der Preis für eine Unze Silber (31,1 Gramm) zwischen 26 und 35 US-Dollar. Aktuell liegt der Preis bei rund 29 US-Dollar.

Wie es weitergeht mit Silber, ist nur schwer vorherzusagen. „Der aktuelle Preisrückgang auf unter 30 US-Dollar ist übertrieben“, sagt etwa Daniel Briesemann, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. „Kurzfristig orientierte Anleger haben ihre Positionen verkauft. Drei Viertel der Netto-Long-Kontrakte, die noch Anfang Februar gehalten wurden, sind zuletzt aus dem Markt genommen worden.

Kommentare (7)

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andres

15.03.2013, 15:03 Uhr

und was ist mit der Anlageform in Silberminenaktien (Produzenten/Explorer)???

verstehe nicht, warum immer nur die Anlageform der Zertifikate angepriesen wird?!

Account gelöscht!

15.03.2013, 15:38 Uhr

Weil Minenaktien oftmals nicht mit dem Silberpreis korrelieren. Das liegt daran, dass diese den Silberpreis nach unten durch Futurgeschäfte hedgen und somit nur in sehr geringer Form von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Anders gesagt: Mienen gehen nicht das Risiko ein, dass eine Mine defiziär arbeitet. Daher verkaufen Sie ihr in der Zukunft zu förderndes Silber (oder Gold) schon heute mit Terminkontrakten. Wer also in Silber gehen will, der sollte Aktien nicht beachten.

Turonium

15.03.2013, 17:44 Uhr

Nein verdammt noch mal: Silber darf man nicht mit Zertifikaten handeln. Ich kann jedem empfehlen so viel Slber zu horten wie nur irgendmöglich... aber in Form von Barren und Unzen... physisch. Nicht über ETFs. Nicht über Optionsscheine und auch nicht durch Minifutures oder Zertifikate!

Ist nur rausgeschmissenes Geld was JP Morgan und Konsorten nutzt... wenn nämlich jeder Mensch 10 Zertifikate auf Silber kauft gibt JP Morgan eben 70 Milliarden Shortzertifikate aus... die quasi zu Nulltarif für Banken... quasi risikolos ausgegeben werden. Am Ende nimmt JP Morgan die Gegenseite nach Belieben an, die Leute vrkaufen mit Verlust (panikartig) der Silberpreis bricht ein, und JP Morgan und Co covert ihre Shorts mit gewaltigen Gewinn.

Also Leute: Silber physisch macht Sinn weil physisch Silber knapp ist... aber Zertifikate (davon wird soviel geben wie Bäume im brasilianischen Urwald wenn es sein muß...

Handelsblatt und Massenmedien wer will Euch noch überhaupt ernst nehmen?

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