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09.06.2014

16:35 Uhr

Anlagestrategie

Mit globaler Marktpräsenz zum Erfolg

Quelle:Börse am Sonntag

Unilever ist ein wahrer Global Player. Mit einem breiten Markensortiment in über 190 Ländern ist der Konzern seit Jahren auf Wachstumskurs. Anleger und Analysten zeigen sich begeistert. Die Zeichen stehen auf Kauf.

Blick auf die Unilever-Hauptzentrale in Rotterdam: Der niederländisch-britische Konzern gibt an, dass täglich rund zwei Milliarden Menschen Produkte des Unternehmens verwenden. Das breite Markensortiment überzeugt derzeit auch Anleger und Analysten. picture-alliance/ dpa

Blick auf die Unilever-Hauptzentrale in Rotterdam: Der niederländisch-britische Konzern gibt an, dass täglich rund zwei Milliarden Menschen Produkte des Unternehmens verwenden. Das breite Markensortiment
überzeugt derzeit auch Anleger und Analysten.

Laut CEO Paul Polman stand das vergangene Jahr stellvertretend für die guten Fortschritte, die der Konsumgüterkonzern Unilever auf dem Weg zu einem Unternehmen mit nachhaltigem Wachstum macht. Ein Umsatz von 49,8 Milliarden Euro, davon 13,5 in Europa, geben ihm recht. Der operative Gewinn belief sich 2013 auf 7,5 Milliarden. Das erste Quartal 2014 offenbarte hingegen die Abhängigkeit vom Verbraucher: Ein Umsatzrückgang im Nahrungsmittelgeschäft wurde mit dem späten Datum der Osterzeit begründet.

Doch davon lässt Unilever sich nicht sonderlich beeindrucken. Denn nicht nur das Wachstum allein, sondern vor allem die Herstellung zahlreicher Produkte soll nachhaltiger werden. Nach eigenen Angaben senkte man den CO2-Ausstoß in vier Jahren um eine Million Tonnen und baute den Anteil der Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau auf über ein Drittel aus.

Bis 2020 besteht gar das ehrgeizige Ziel, diesen Anteil auf 100 Prozent zu steigern. Der 2010 vorgestellte „Unilever Sustainable Live Plan“ umfasst zudem den Kampf gegen die Abholzung von Wäldern oder auch Engagement für sauberes Trinkwasser. Beim Blick auf das Markensortiment stellt man schnell fest, wie sehr der Konzern auf die kleinsten Teile der Produktionskette angewiesen ist – faire Arbeitsbedingungen auf allen Ebenen sollen deshalb Priorität sein.

So funktionieren Optionsscheine

Was ist ein Optionsschein?

Ein Optionsschein ist das verbriefte Recht, einen Basiswert (eine Aktie, einen Index, eine Anleihe oder auch Rohstoffe) zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen.

Was ist der Unterschied zwischen Put und Call?

Ein Put Optionsschein berechtigt zum Verkauf eines Basiswertes, ein Call Optionsschein berechtigt zum Kauf.

Muss ich am Ende tatsächlich kaufen oder verkaufen?

Grundsätzlich gibt es zwei Ausübungsvarianten: amerikanisch und europäisch. Bei der amerikanischen Variante berechtigt der Optionsschein zum Kauf oder Verkauf des Basiswertes innerhalb einer bestimmten Laufzeit. Bei der europäischen Variante darf am Ende der Laufzeit ge- oder verkauft werden. Der Anleger kann den Optionsschein aber auch verfallen lassen.

Wer verkauft Optionsscheine?

Die Optionsscheine werden von Banken und Brokern emittiert. Geht dieses Unternehmen Pleite, kann auch der Optionsschein verloren sein. Man spricht deshalb von einem Emittentenrisiko.

Wechseln die Basiswerte tatsächlich den Besitzer?

Tatsächlich sehen die meisten Optionsscheine gar keinen physischen Kauf oder Verkauf der Basiswerte vor. Stattdessen erfolgt beim Ausüben des Optionsscheins ein Barausgleich, der sich nach der Differenz zwischen aktuellem Kurs und Basispreis richtet.

Optionsscheine sind Hebelprodukte, was bedeutet das?

Die Hebelwirkung besteht darin, dass Optionsscheine überproportional auf die Veränderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Im Vergleich zu einem Direktinvestment ist also ein deutlich geringerer Kapitaleinsatz notwendig. Der Hebel wirkt jedoch in beide Richtungen. Hat der Anleger zum Beispiel auf fallende Kurse gesetzt und der Basiswert geht aufwärts, verliert der Optionsschein schneller an Wert als das bei einem Direktinvestment der Fall wäre. Wer mit Optionsscheinen spekulieren will, geht also ein großes Risiko ein.

Was ist der innere Wert der Optionsscheins?

Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und dem Basispreis.

Was ist der Zeitwert des Optionsscheins?

Der Zeitwert wird unter anderem von der Restlaufzeit des Optionsscheins und der Volatilität beeinflusst.

Wie viele Optionsscheine brauche ich?

Angenommen, ein Anleger möchte die Dax-Werte in seinem Depot absichern. Er hat 10.000 Euro in den Dax investiert und der Index steht bei 9000 Punkten. Das Bezugsverhältnis liegt beim Dax üblicherweise bei 0,01 (oder auch 1:100 geschrieben). Um das Depot zum Basispreis von 9000 Punkten abzusichern, müsste der Anleger wie folgt rechnen: 10.000/9000 x (1/0,01) = 112. Er müsste also 112 Optionsscheine kaufen.

Wie viel kostet die Absicherung?

Der Preis richtet sich nach der benötigten Menge der Optionsscheine. Im Beispiel oben ergibt sich bei 112 Optionsscheinen und einem Preis von je fünf Euro ein Gesamtpreis von insgesamt 560 Euro. Hinzu kommen noch Kaufgebühren des Emittenten.

Wie wird der Break Even berechnet?

Break Even wird der Kurs genannt, bei dem der Gewinn, den der Anleger am Ende der Laufzeit durch den Put Optionsschein macht, genau den Kosten entspricht, die er für die Absicherung aufwenden musste. Grob lässt sich das so berechnen: Basispreis – (Preis des Optionsscheins/Bezugsverhältnis) = Break Even. Im Beispiel oben also: 9000 – (5/0,01) = 8500.

Kann ich den Optionsschein zwischenzeitlich verkaufen?

Optionsscheine werden ebenso an der Börse gehandelt wie beispielsweise Aktien. Der Kunde erteilt zum Kauf eines Optionsschein einfach einen Wertpapierkauf- oder verkaufsauftrag.

Heile Welt ist damit aber noch lange nicht: Wenn internationale Unternehmen in Emerging Markets aktiv sind, unterliegt häufig nicht jeder ihrer Produktionsschritte einer genauen Kontrolle. Unilever achtet deshalb mehr denn je auf die Ansprüche der Verbraucher. Der Welt gegenüber sagte Paul Polman vor etwas mehr als einem Jahr: „Die Konsumenten sind durch Internet und Social Media mächtiger denn je. Deshalb brauchen wir heute ein Geschäftsmodell, das von der Konsumgesellschaft breit akzeptiert wird. Wer heute Rohstoffe aus zweifelhaften Quellen bezieht oder nicht im Einklang mit dem Umfeld produziert und verkauft, wird langfristig nicht erfolgreich sein.“

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