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18.04.2013

12:37 Uhr

Anlagestrategie

Nach dem Gold-Crash

VonJürgen Röder

Nach dem stärksten Einbruch seit 30 Jahren erholt sich der  Preis für das Edelmetall langsam. Der Crash hat das Angebot an attraktiven Produkten allerdings deutlich reduziert. Welche Papiere sich jetzt noch lohnen.

Goldschmuck: Bei Anlegern steht das gelbe Edelmetall derzeit nicht besonders hoch im Kurs. dpa

Goldschmuck: Bei Anlegern steht das gelbe Edelmetall derzeit nicht besonders hoch im Kurs.

DüsseldorfNoch am vergangenen Freitag lag der Goldpreis bei 1500 US-Dollar, um dann am Montag um fast 200 Dollar abzustürzen – der stärkste Verlust seit 1983. Bis zum heutigen Donnerstag hat sich der Preis für das Edelmetall wieder stabilisiert bei rund 1380 Dollar.

Die Gründe für den bisherigen Absturz sind vielfältig. In den vergangenen Jahren ist nach Meinung des Rohstoff-Experten Bart Melek von TD Securities der Goldpreis einfach zu schnell und zu stark gestiegen. Viele Anleger, die bislang auf einen weiteren Kursanstieg gewettet hätten, würden nun auf den Verfall wetten. Angesichts der seit Jahresbeginn steigenden Aktienkurse änderten zudem viele ihre Anlagestrategie und schwenkten auf Aktien um.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Das unerwartet schwache Wirtschaftswachstum in China und zuletzt eher schlechte Wirtschaftsdaten für die USA hätten zudem die Inflationsangst gedämpft - Gold gilt vielen Anlegern als sicherer Schutz vor einer Geldentwertung. Und einige Experten verweisen auf mögliche Goldverkäufe der Zentralbank Zyperns.

Auch charttechnisch sieht die Situation keineswegs rosig aus:  „Ein eventuell nachhaltiger  Durchbruch unter Unterstützung etwa ab 1400 US-Dollar sollte dann aber einen massiven Preiseinbruch nach sich ziehen“, sagte Chartexperte Gregor Bauer  in seiner Analyse Anfang April des Jahres. Damals hatte er favorisiert, dass der Goldpreis in einer Spanne zwischen 1500 und 1900 US-Dollar bleibt.

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

16.04.2013, 17:41 Uhr

Steffen Seibert, Nicolaus Blohme, Peter Altmeier

diese Personen sind die Pressesprecher die der Kanzlerin den Rücken stärken in der Öffentlichkeit...bezahlt?
keiner weiß was für Geld fließt für diese Freunde..

Account gelöscht!

16.04.2013, 18:23 Uhr

Blome? Das war doch schon immer ein schmieriger Kerl, der immer die Interessen und Meinungen vertritt, die ihm am günstigsten für sein eigenes Weiterkommen erscheinen. Der ist noch schmieriger als Herr Augstein.

Zumlachen

16.04.2013, 19:11 Uhr

Verdummungspropaganda fürs tumbe Volk.....
Außerdem - Papiergold ? Das ist jetzt was für ganz gehirngewaschene.....

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