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09.06.2014

15:12 Uhr

Anlagestrategie

Reifenhersteller gut in Fahrt

Quelle:Börse am Sonntag

Denken deutsche Börsianer an Reifenhersteller, fällt wohl zuerst der Name des Dax-Konzerns Continental. Aber auch in Frankreich gibt es einen Reifenkonzern, mit dem Investoren gut in der Spur liegen.

Mit Bonus-Zertifikaten setzen Investoren auf überdurchschnittliche Gewinne, auch wenn sich der Basiswert nur seitwärts bewegt. AFP

Mit Bonus-Zertifikaten setzen Investoren auf überdurchschnittliche Gewinne, auch wenn sich der Basiswert nur seitwärts bewegt.

DüsseldorfEnde 2015 streicht Michelin-Konkurrent Bridgestone die Segel als Ausrüster der MotoGP-Klasse im Motorradrennsport. Im darauf folgenden Jahr übernimmt Michelin diese exklusive Rolle. Das französische Unternehmen sieht diese Funktion auch im Zusammenhang mit der Entwicklung technischer Innovationen, die für das Reifengeschäft außerhalb der Rennstrecken nutzbar gemacht werden können.

Das Unternehmen ist nicht nur in Europa gut positioniert. Laut einer Studie von J.D. Power Asia Pacific ist das Unternehmen zum elften Mal in Folge in Japan Spitzenreiter auf der Zufriedenheitsskala bei Winterreifen. In Polen plant Michelin Investitionen von etwa 100 Millionen Euro zur Modernisierung eines Werkes, das Reifen für Landwirtschaftsfahrzeuge herstellt.

So funktionieren Optionsscheine

Was ist ein Optionsschein?

Ein Optionsschein ist das verbriefte Recht, einen Basiswert (eine Aktie, einen Index, eine Anleihe oder auch Rohstoffe) zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen.

Was ist der Unterschied zwischen Put und Call?

Ein Put Optionsschein berechtigt zum Verkauf eines Basiswertes, ein Call Optionsschein berechtigt zum Kauf.

Muss ich am Ende tatsächlich kaufen oder verkaufen?

Grundsätzlich gibt es zwei Ausübungsvarianten: amerikanisch und europäisch. Bei der amerikanischen Variante berechtigt der Optionsschein zum Kauf oder Verkauf des Basiswertes innerhalb einer bestimmten Laufzeit. Bei der europäischen Variante darf am Ende der Laufzeit ge- oder verkauft werden. Der Anleger kann den Optionsschein aber auch verfallen lassen.

Wer verkauft Optionsscheine?

Die Optionsscheine werden von Banken und Brokern emittiert. Geht dieses Unternehmen Pleite, kann auch der Optionsschein verloren sein. Man spricht deshalb von einem Emittentenrisiko.

Wechseln die Basiswerte tatsächlich den Besitzer?

Tatsächlich sehen die meisten Optionsscheine gar keinen physischen Kauf oder Verkauf der Basiswerte vor. Stattdessen erfolgt beim Ausüben des Optionsscheins ein Barausgleich, der sich nach der Differenz zwischen aktuellem Kurs und Basispreis richtet.

Optionsscheine sind Hebelprodukte, was bedeutet das?

Die Hebelwirkung besteht darin, dass Optionsscheine überproportional auf die Veränderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Im Vergleich zu einem Direktinvestment ist also ein deutlich geringerer Kapitaleinsatz notwendig. Der Hebel wirkt jedoch in beide Richtungen. Hat der Anleger zum Beispiel auf fallende Kurse gesetzt und der Basiswert geht aufwärts, verliert der Optionsschein schneller an Wert als das bei einem Direktinvestment der Fall wäre. Wer mit Optionsscheinen spekulieren will, geht also ein großes Risiko ein.

Was ist der innere Wert der Optionsscheins?

Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und dem Basispreis.

Was ist der Zeitwert des Optionsscheins?

Der Zeitwert wird unter anderem von der Restlaufzeit des Optionsscheins und der Volatilität beeinflusst.

Wie viele Optionsscheine brauche ich?

Angenommen, ein Anleger möchte die Dax-Werte in seinem Depot absichern. Er hat 10.000 Euro in den Dax investiert und der Index steht bei 9000 Punkten. Das Bezugsverhältnis liegt beim Dax üblicherweise bei 0,01 (oder auch 1:100 geschrieben). Um das Depot zum Basispreis von 9000 Punkten abzusichern, müsste der Anleger wie folgt rechnen: 10.000/9000 x (1/0,01) = 112. Er müsste also 112 Optionsscheine kaufen.

Wie viel kostet die Absicherung?

Der Preis richtet sich nach der benötigten Menge der Optionsscheine. Im Beispiel oben ergibt sich bei 112 Optionsscheinen und einem Preis von je fünf Euro ein Gesamtpreis von insgesamt 560 Euro. Hinzu kommen noch Kaufgebühren des Emittenten.

Wie wird der Break Even berechnet?

Break Even wird der Kurs genannt, bei dem der Gewinn, den der Anleger am Ende der Laufzeit durch den Put Optionsschein macht, genau den Kosten entspricht, die er für die Absicherung aufwenden musste. Grob lässt sich das so berechnen: Basispreis – (Preis des Optionsscheins/Bezugsverhältnis) = Break Even. Im Beispiel oben also: 9000 – (5/0,01) = 8500.

Kann ich den Optionsschein zwischenzeitlich verkaufen?

Optionsscheine werden ebenso an der Börse gehandelt wie beispielsweise Aktien. Der Kunde erteilt zum Kauf eines Optionsschein einfach einen Wertpapierkauf- oder verkaufsauftrag.

Aufgrund des starken Euro im Vergleich zu vielen anderen Landeswährungen musste das Unternehmen im ersten Quartal einen Umsatzrückgang in Höhe von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,8 Milliarden Euro hinnehmen. Die Konkurrenzsituation mit anderen Wettbewerbern hat dazu geführt, dass Preisnachlässe gewährt werden mussten. Allerdings haben die Franzosen bereits eine Erholung bei den Umsätzen wahrgenommen, so dass der Ausblick mit einer Umsatzsteigerung von drei Prozent im Gesamtjahr gegenüber 2013 beibehalten wurde.

Die Analysten von Goldman Sachs haben in einer aktuellen Einschätzung das Kursziel von 95 auf 104 Euro angehoben. Die Michelin-Aktie kostet gegenwärtig gut 92 Euro, so dass sich aus der Sicht der US-Bank Potenzial in Höhe von etwa 13 Prozent ergibt. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im April hat die Schweizer UBS ihre Kaufempfehlung beibehalten und ein Kurszielt von 96 Euro ausgerufen. Trotz des Umsatzrückgangs hat UBS-Analyst Philippe Houchois die Auffassung vertreten, dass sich aus den Zahlen eine Erholung des Reifenmarktes ablesen lässt.

Mit Bonus-Zertifikaten setzen Investoren auf überdurchschnittliche Gewinne, auch wenn sich der Basiswert nur seitwärts bewegt. Entscheidend ist dabei, dass eine entsprechende Barriere während der Laufzeit nicht berührt wird. BNP Paribas hat ein Bonus-Produkt auf Michelin im Angebot, das am 19. Juni 2015 fällig wird (WKN PA3NL1).

Der Bonusbetrag von 108 Euro wird ausgezahlt, wenn die Michelin-Aktie während der Laufzeit nie die Marke von 74 Euro berührt. Bei einem aktuellen Kurs des Zertifikates von 98 Euro entspricht das einer Jahresrendite von mehr als zehn Prozent. Die Partizipation an Kursgewinnen der Aktie über die Kursmarke von 108 Euro ist nicht durch einen Cap begrenzt. Wird die Barriere berührt, erhalten die Investoren den Gegenwert der Michelin-Aktie am Fälligkeitstag.

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