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21.05.2014

16:48 Uhr

Anlagestrategie

Vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger

Quelle:Börse am Sonntag

Portugal galt lange nicht als ein Land, in dem sich Investoren wohlfühlen. Dank der Unterstützung der EZB kann es wieder Geld am Kapitalmarkt aufnehmen. Wie Anleger vom möglichen Börsen-Aufschwung profitieren können.

Attraktiv dank EZB-Hilfen: Portugal bemüht sich um Einsparungen und kann wieder die Geldmärkte anzapfen. Das macht das Land für Anleger wieder interessant. dpa

Attraktiv dank EZB-Hilfen: Portugal bemüht sich um Einsparungen und kann wieder die Geldmärkte anzapfen. Das macht das Land für Anleger wieder interessant.

Portugal gilt als eines der Sorgenkinder der Europäischen Union. Doch zuletzt machten sich die Erfolge der Sparbemühungen bemerkbar, die auch von der wichtigen US-amerikanischen Ratingagentur Moody´s gewürdigt wurde. Anfang Mai wurde die Bewertung der Staatsanleihen des Landes auf „Ba2“ hochgestuft.
Die Agentur stellte weitere Hochstufungen in Aussicht, wenn es der Regierung gelingt, die hohe Verschuldung einzudämmen. Noch vor wenigen Jahren war das Land auf der iberischen Halbinsel mit massiven Krediten vor der Pleite gerettet worden. Mittlerweile hat Ministerpräsident Pedro Passos Coelho angekündigt, dass das Land ab Mitte Mai den Rettungsschirm verlassen wird.
Gerade der portugiesische Aktienmarkt schon einige dieser positiven Aspekte eingepreist. Allerdings dürfte das positive Momentum für die Volkswirtschaft dafür sorgen, dass portugiesische Aktien bei Investoren wieder mehr Beachtung finden. Der PSI 20-Index versammelt die zwanzig wichtigsten portugiesischen Aktien.

Die Unternehmen werden nach der Höhe ihrer Marktkapitalisierung und nach ihrer Liquidität ausgewählt. Unter den Branchen sind Banken (knapp 28 Prozent), Versorger (knapp 18 Prozent) und der Einzelhandel (gut 16 Prozent) im Index hoch gewichtet. Unter den Top 5 des PSI 20 finden sich mit einer Gewichtung von jeweils circa 12 Prozent die beiden Banken Banco Comercial Portugues und Banco Espirito Santo.

Gerade die Banken sollten weiter von einer wirtschaftlichen Verbesserung der Volkswirtschaft profitieren. Der Einfluss der Einzeltitel auf die Indexentwicklung ist recht unterschiedlich, wenn man bedenkt, dass der am stärksten gewichtete Wert (der Öl- und Gaskonzern Galp Energia) mit über 12 Prozent im Index vertreten ist, der am schwächsten gewichtete mit weniger als 0,5 Prozent (der Baukonzern Teixeira Duarte).

Das Index-Zertifikat der UBS (WKN UB6D48) bezieht sich auf die Kursentwicklung des portugiesischen Leitindex PSI 20. Der Index ist als Kursindex konzipiert, Dividendenzahlungen werden in der Kursberechnung nicht berücksichtigt. Im Gegenzug entfällt eine Managementgebühr. Das Zertifikat hat keine Laufzeitbegrenzung und ist börsentäglich handelbar. Das Bezugsverhältnis liegt bei 100 1, das bedeutet, dass das Derivat ein Hundertstel des Index repräsentiert.

Von den Tiefs im Juni 2012 als sich der Index-Tracker bis auf 43,70 Euro verbilligt hat, hat sich der Kurs deutlich erholt. Aktuell kann das Zertifikat zu 68,54 Euro erworben werden. Bis zu den im Juli 2007 erreichten Hochs bei über 137 Euro ist allerdings noch ein weiter Weg.

Von

BaS

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.05.2014, 21:36 Uhr

Nanu so schlimm ist das alles nun auch wieder nicht.

Wichtig ist das die Menschen wieder Arbeit haben und
der Kreislauf wieder weiter läuft.

Schulden kann man abschreiben und einfach mal erlassen wenn
es nicht mehr geht. Die Zinslast ist entscheidend für die
Gesundheit der Volkswirtschaften.

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