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10.09.2013

12:06 Uhr

Anlagestrategie

Zweistellige Rendite mit der Deutschen Telekom

Quelle:Börse am Sonntag

Die Telekommunikationsbranche ist im Umbruch. Die Vormachtstellung der Deutschen Telekom gerät ins Wanken. Trotzdem kann sich ein Investment lohnen. Auf welche Produkte Anleger setzen sollten.

Die Deutsche Telekom hat eine weitflächig ausgebaute Netzinfrastruktur. Allerdings lässt das Tempo zu wünschen übrig. Das soll sich ändern. dpa

Die Deutsche Telekom hat eine weitflächig ausgebaute Netzinfrastruktur. Allerdings lässt das Tempo zu wünschen übrig. Das soll sich ändern.

DüsseldorfDie Analysten von Bernstein Research haben die Deutsche Telekom mit einem Kursziel von 12,50 Euro auf „Outperform“ gesetzt. Die Gründe, die Analystin Robin Bienenstockvorrangig sieht, ist die Konsolidierung auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt. Ein Auslöser dafür ist die geplante Übernahme der KPN-Tocher E-Plus durch Telefónica. Nach Ansicht von Bienenstock würden dadurch auch die Konkurrenten Vodafone und Deutsche Telekom profitieren, weil durch weniger Wettbewerber der Konkurrenzdruck abnimmt.

In den Anfang August bekannt gegebenen Zahlen zeigte sich eine Rückkehr des Bonner Konzerns auf den Wachstumsweg. Einer der wesentlichen Gründe für einen starken Anstieg des Umsatzes war die Übernahme des Regionalanbieters Metro PCS in den USA. Insgesamt stieg bei der Deutschen Telekom der Umsatz um 5,4 Prozent auf 15,16 Milliarden Euro. Aber auch ohne Zukäufe und Währungseffekte hätte sich ein Umsatzzuwachs in der US-Sparte ergeben.

Geplant ist nun eine Offensive in den USA mit einer Steigerung der Kunden-Zahlen in Höhe von ein bis zwei Millionen Euro. Allerdings muss der Konzern hierfür auch Geld in die Hand nehmen. Aus diesem Grund wurde die Jahresprognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten von 18,4 Milliarden auf 17,5 Milliarden Euro gesenkt.

Investitionsoffensive
Beim Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen will die Deutsche Telekom kräftig Gas geben. Noch-CEO Obermann kündigte ein Investitionsvolumen des Konzerns zwischen 2010 und 2015 von über 23 Mrd. Euro an. Der LTE -Standard für schnelle mobile Datenübertragung soll regional weiter ausgebaut werden. Durch neue technische Entwicklungen sind künftig Übertragungsraten bei 150 MBit/s möglich. Zusätzlich soll das Hotspot-Netz weiter ausgebaut werden. Auch der Ausbau von Glasfasernetzen zur Nutzung der VDSL-Technologie steht auf der Agenda des Bonner Konzerns.

Die größten Breitband-Anbieter in Deutschland (Q2 2013)

Deutsche Telekom

25 Prozent

1&1

12 Prozent

Vodafone

11,7 Prozent

Unitymedia Kabel BW

8,1 Prozent

O2/Alice

8,6 Prozent

Kabel Deutschland

6,3 Prozent

Sonstige

8,1 Prozent

Bezugsgröße: Kundenzahlen

Quelle: DSLWeb via Statista.de

Zu den genauen Bedingungen der „Tempobremse“ im Internet, die im Jahr 2016 greifen soll, hält sich der Konzern bedeckt. Durch starke Kritik, unter anderem von Verbraucherschützern und auch der Politik, sollen die genauen Bestimmungen erst noch überprüft und später festgelegt werden.

Der Kurs der Deutschen Telekom verläuft seit mehr als fünf Jahren in einer Spanne zwischen 11,80 Euro auf der Ober- und 7,70 Euro auf der Unterseite. Anleger, die davon ausgehen, dass die Telekom-Aktie in den nächsten Monaten nicht mehr unter 7,70 Euro setzt, sollten sich Bonuszertifikate anschauen.

Kommentare (3)

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K.West

10.09.2013, 12:35 Uhr

Viele - nicht nur Uli Hoeness - können sich noch an die aussichtreichen Renditen der Telekom erinnern...

... und erlebten als Kleinanleger ( wozu ein Uli nicht gehört! ), dass es nur drei Typen von Gewinnern gab:

1.) Banker und ihre Berater bzw. Vermittler
2.) Staat, insbesondere der damalige Finanzminister
3.) Manfred Krug - sie erinnern sich noch an seine Werbung?
(4.) anfänglich sicherlich auch die Telekom)

Für mich war dies staatlicher Betrug. Irgendwie bin ich froh, diesen Verlust hingenommen zu haben, abgeschlossen zu haben und im Nachhinein auch hören zu müssen, dass solche vernetzte Größen, wie Uli Hoeness auch auf die falschen Berater rein vielen, die die Rendite der Telekom schmackhaft machten.

Allerdings müssen die Kleinanleger mehr geschützt und Großspekulanten mehr zur Kasse gebeten werden - zumal sie als Akteure den Wettbewerb verzerren. Dieses schafft nämlich keine Arbeitsplätze sondern nur Einnahmen derer, die bereits viel Geld haben - zu Lasten der Kleinsparer.

Account gelöscht!

10.09.2013, 13:47 Uhr

@K.West,
Manfred Krug hatte seiner Zeit keine schlechte Werbung gemacht, wer allerding beim 2 und 3 mal eingestiegen ist war eben nur gierig, nicht nur die T-Aktie hat seit dem Crash ab 2001 das Allzeithoch nie wieder erreicht auch dutzende andere Aktien siehe Morphosys,Intershop, EMTV, Premiere sogar den Neuen Markt gibt es nicht mehr jetzt Techdax. Meine T-Aktien habe ich für umgerechnet 14,57€ gekauft, und für 9,61 € steuerfrei Dividenden erhalten sie Link http://www.telekom.com/investor_relations/aktie/dividende/25140
Seit 1996 habe ich also für die T-Aktie Dividendenbereinigt 4,96 € je Aktie bezahlt und der derzeitige Wert beträgt 9,70€ fast vedoppelt, so schlecht war die Aktie also nicht. Die Dividenden der T-Aktie muss ich nicht versteuern da ich sie vor 2001 gekauft habe und die Telekom die Dividende pauschal versteuert.

Account gelöscht!

10.09.2013, 14:16 Uhr

Wer in der new economy-blase Telekomaktien bei kgvs von über 40/50 gekauft hat, ist 100% selbst schuld.

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