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23.01.2010

13:00 Uhr

Arbitrage-Geschäfte in China

Neue Regeln lassen Anlegerchancen steigen

VonGeorgios Kokologiannis

China hat einen weiteren Schritt hin zur Liberalisierung seiner Kapitalmärkte gewagt. Da nun Leerverkäufe und Terminkontrakte auf Aktienindizes erlaubt sind, dürfte der Bewertungsabschlag schrumpfen, zu dem chinesische Aktien in Hongkong gegenüber Börsen auf dem Festland gehandelt werden. Anleger können davon mit einem speziellen Strategiezertifikat profitieren.

Die Kurse im Blick: Investoren dürfte das Arbitrage-Geschäft in China leichter von der Hand gehen. Reuters

Die Kurse im Blick: Investoren dürfte das Arbitrage-Geschäft in China leichter von der Hand gehen.

Nachdem China Leerverkäufe und Terminkontrakte auf Aktienindizes erlaubt hat, dürfte nach Ansicht von Experten der Bewertungsabschlag schrumpfen, zu dem chinesische Aktien in Hongkong gegenüber Börsen auf dem Festland gehandelt werden. Das Regierungskabinett in Peking habe den neuen Regelungen zugestimmt, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde vor kurzem auf ihrer Internetseite mit. "Für die Marktteilnehmer wird es leichter, Arbitrage-Geschäfte einzugehen", sagte Philip Schwartz, Fondsmanager bei ING Investment Management gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Hintergrund: Zahlreiche chinesische Unternehmen weisen sowohl eine Börsennotierung in Hongkong (H-Aktien) als auch eine in Festlandchina auf - in Shenzhen oder Shanghai (A-Aktien). Während das H-Aktiensegment für alle Investoren zugänglich ist, ist das A-Segment hauptsächlich chinesischen Inländern vorbehalten. Diese unterschiedliche Zugänglichkeit führt oft zu deutlichen Bewertungsunterschieden bei ein und demselben Unternehmen in den unterschiedlichen Börsensegmenten.

Durch die neuen Regelungen werde es Abwärtspotenzial bei den Aktienkursen in Shanghai geben, weil diese traditionell höher gehandelt würden, so Fondsmanager Schwartz.

Beispielsweise sind die Aktien von China Petroleum & Chemical nach Angaben von Bloomberg in Hongkong zum 17,5-fachen des ausgewiesenen Gewinns bewertet und damit nur halb so hoch wie in Shanghai, wo sie ein KGV von knapp 38 aufweisen.

Kommentare (1)

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Jonas

23.01.2010, 15:15 Uhr

Unglaublich.

Da wird auf der ganzen Welt als Folge und Konsequenz aus dem kolossalen Scheitern der Spekulation am Aktienmarkt gegen Leerverkäufe und überbewertete Aktienkurse plädiert,

und diese lobbygestuerte Glücksspielerzeitung hat nichts anderes zu tun, als die Erlaubnis zur hemmungslosen Spekulation in China hochzujubeln.

Lernresistener kann man nicht sein.

Zwar hab ich nichts gegen Leerverkäufe und andere Methoden, auch aus sinkenden Aktienkursen Profit schlagen zu können, aber es kann doch nicht wahr sein, daß eine Wirtschaftszeitung nicht merkt, daß die Aktienkurse derzeit gnadenlos überzogen sind, weil alles Geld welches Zentralbanken zur Verfügung stellen nicht zur Stützung der Realwirtschaft sondern offenbar zum Zocken auf dem börsenparkett verschwendet wird, und und damit direkt in die zweite noch grössere Krise mündet.

Nein, niemand konnte die Krise kommen sehen, alle haben mindestens 20 bretter vor'm Kopf.

Dank an euch alle, dir ihr die Welt ins Chaos stürzt.

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