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26.04.2014

17:00 Uhr

Bayer-Aktie

Anleger sollten sich gedulden

VonJürgen Röder

Von den weltweiten Pharmadeals profitiert auch das Wertpapier des Bayer-Konzerns. Der Durchbruch steht aus charttechnischer Sicht aber noch aus. Ein Handlungsszenario für kurzfristige Trader und längerfristige Anleger.

Das Logo der Bayer AG in Wuppertal: Von den milliardenschweren Übernahmen in der Pharmabranche weltweit profitiert auch die Aktie des deutschen Unternehmens. Reuters

Das Logo der Bayer AG in Wuppertal: Von den milliardenschweren Übernahmen in der Pharmabranche weltweit profitiert auch die Aktie des deutschen Unternehmens.

Düsseldorf.Im Zuge der Übernahmefantasie im Pharmabereich, ausgelöst durch das Tauschgeschäft von Unternehmenssparten zwischen den Pharmariesen Novartis, Glaxo-Smithkline und Eli Lilly, steigt das Interesse an anderen Werten aus der Branche – wie zum Beispiel Bayer.

„Anleger sollten allerdings zunächst abwarten“, meint Dr. Gregor Bauer, der Bayer-Aktie aus charttechnischer Sicht analysiert hat. Denn aktuell korrigiert die Bayer-Aktie seit dem Erreichen eines neuen Allzeithochs mit rund 104 Euro Anfang 2014. Vorangegangen war eine Kursverdoppelung in den vergangenen zwei Jahren.

Vor dem Einstieg sollte die Aktie nach Ansicht von Bauer erst aus dem abwärts gerichteten Korrekturdreieck nach Richtung Norden ausbrechen. Das Dreieck besteht aus der oberen Trendlinie, gebildet von den jeweiligen Hochs der Monate Februar bis April sowie aus der unteren Linie, bei der die jeweiligen Monatstiefpunkte mit einer Linie verbunden werden. Die Korrektur gilt als abgeschlossen, wenn die Bayer-Aktie die obere Linie durchbrechen sollte. „Dies verringert die Gefahr, in ein Strohfeuer hinein zu kaufen“, erläutert Bauer.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Nach Meinung des Chartexperten können kurzfristig orientierte Tradern mit Hebelprodukten einstiegen, wenn die Aktie rund 98,50 Euro erreicht. Damit wäre das Dreieck überwunden. „Kursziel wäre dann zunächst schon der Widerstand um 100 Euro, anschließend das Allzeithochs um 103 Euro“, erläutert Bauer. Den engen Stopp, um Verluste nicht zu hoch werden zu lassen, sollten Trader bei etwa 94 Euro setzen. Dort verläuft auch die 200-Tage-Linie. Komplett abgeschlossen ist die Konsolidierung erst mit einem neuen Allzeithoch, also bei Kursen ab 104 Euro. Diese Anleger, die einem längerfristigen Trend folgen, sollten dann den Stopp bei etwa 91 Euro setzen.

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