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24.08.2011

15:19 Uhr

Bei sinkenden Aktienkursen

Mit Optionsscheinen das Depot absichern

VonMatthias von Arnim

Anleger, die wegen der aktuellen Börsen-Turbulenzen Verluste fürchten, ihre Aktienpositionen aber nicht verkaufen wollen, können Teile ihres Depots durch den Kauf von Put-Optionsscheinen absichern. Das ist aber teuer.

Optionsscheine gewinnen an Wert, wenn die Kurse fallen. Quelle: dpa

Optionsscheine gewinnen an Wert, wenn die Kurse fallen.

FrankfurtOptionsscheine gewinnen an Wert, wenn die Kurse fallen. So können sie als eine Art Versicherung gegen sinkende Aktienkurse eingesetzt werden. Die Optionsscheine müssen sich dabei nicht unbedingt auf die einzelnen Aktienpositionen beziehen, sondern können als Basiswert einen Index wie den DAX oder Euro Stoxx 50 haben. Denn Ziel der Absicherung ist in der Regel das allgemeine Marktrisiko.

Anleger, die etwa ein Aktiendepot im Wert von 50.000 Euro absichern wollen, investieren in Optionsscheine mit dem Euro Stoxx 50 Index als Basiswert. Der Basispreis des Scheins sollte nah am aktuellen Indexstand gewählt werden. Beispiel: Ein Put-Optionsschein mit einem Basispreis von 2200 Punkten und etwa einem Jahr Restlaufzeit. Der Schein bietet bei einem Bezugsverhältnis von eins zu 100 am Ende der Laufzeit die Auszahlung der Differenz zwischen Indexstand und Basispreis von 2200 Punkten in Euro. Voraussetzung: Der Euro Stoxx 50 Index notiert zu dem Zeitpunkt bei 2200 Punkten oder darunter. Ansonsten verfällt der Schein wertlos. Für diesen Schein gilt: Beim Indexstand von 1900 Punkten werden drei Euro je Optionsschein ausgezahlt.

Ein Anleger, der ein 50 000 Euro Aktiendepot absichern möchte, könnte nun 2273 Stück der genannten Put-Optionsscheine kaufen. Die Auszahlungshöhe am Laufzeitende würde hier immer dem prozentualen Verlust des Aktiendepots entsprechen. Jeder Optionsschein kostet aktuell etwa 2,90 Euro, insgesamt also 6591,70 Euro. Das entspricht mehr als 13 Prozent des Aktienwerts. Das ist teuer für ein Jahr Absicherung und bedeutet: Der Index muss mehr als 13 Prozent verlieren, damit sich das halbwegs rechnet. Zugleich schwächt eine Absicherung die Rendite bei stagnierenden oder steigenden Kursen.

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