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31.01.2006

11:10 Uhr

Börsenklima am Zuckerhut

Brasilianische Aktien im Aufwind

Unternehmen profitieren vom starken Wirtschaftswachstum in Brasilien. Bradesco Asset Management, der drittgrößte Vermögensverwalter des Landes, erwartet, dass der brasilianische Aktienindex Bovespa in diesem Jahr um 30 Prozent klettert.

Sonnenschein am Zuckerhaut - auch für die Börsianer. Foto: AP

Sonnenschein am Zuckerhaut - auch für die Börsianer. Foto: AP

HB RIO DE JANEIRO. Ein sattes Wirtschaftswachstum werde die Unternehmensgewinne ankurbeln, argumentiert Bradesco. Es wäre das vierte Jahr in Folge mit steigenden Aktienkursen in dem südamerikanischen Land. Das Börsenbarometer dürfte bis Ende Dezember auf 42 000 Punkte zulegen, wenn die Zentralbank weiter die Zinsen senkt, erklärt Robert Van Dijk, Direktor von Bradesco. „Wir sehen ein positives Szenario für 2006“, sagte er. „Wegen der Wahlen wird es wahrscheinlich etwas mehr Volatilität geben, aber im Großen und Ganzen beurteilen wir die wirtschaftliche Entwicklung optimistisch.“

Die Wirtschaftspolitik von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat den Anteil der Nettoverschuldung am Bruttoinlandsprodukt – die am meisten beobachtete Messzahl für die Zahlungsfähigkeit Brasiliens – auf 50,9 Prozent gedrückt, von einem Rekordhoch bei 63,6 Prozent im September 2002. Die Wirtschaftspolitik hat außerdem der Handelsbilanz einen Rekordüberschuss beschert. Van Dijk rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent in der größten Volkswirtschaft Südamerikas. 2005 wuchs die brasilianische Wirtschaft etwa zwei Prozent. Die Leitzinsen dürften von derzeit 18 Prozent auf 15 Prozent sinken. Anhaltende Zinssenkungen werden die Nachfrage nach Aktien kontinuierlich steigen lassen, weil die Anleger nach renditeträchtigeren Investments suchen, erklärte Van Dijk. „Wir sind in einer Übergangzeit“, fügte er hinzu.

INDEXZERTIFIKAT AUF DEN BOVESPA FÜR OFFENSIVE ANLEGER
Basiswert (WKN) / Kurs (Datum)Bovespa (965522) / 37488 Punkte (25.01.06)
WKNABN2MJ
EmittentABN Amro
Laufzeitopen end
Briefkurs / Geldkurs / Spread138,76 Euro / 137,00 Euro /1,28 %
Bezugsverhältnis1:100
Währungsgesichertnein

„Alle ökonomischen Daten weisen darauf hin, dass die Märkte weiter steigen werden“, sagte ein Händler an der Börse. So dürfte ein anhaltend hohes Wachstum der Weltwirtschaft für eine weiterhin kräftige Nachfrage nach südamerikanischen Rohstoffen sorgen.

Wirtschaftspolitisch koppeln sich Argentinien und Brasilien jetzt vom Internationalen Währungsfonds (IWF) ab. Argentinien hat seine gesamten Schulden in Höhe von 9,5 Mrd. Dollar an den IWF zurückgezahlt. Bereits im Dezember hatte Brasilien angekündigt, ebenfalls alle IWF-Kredite in Höhe von 15,5 Mrd. Dollar vorzeitig zurückzuzahlen. Die Präsidenten Kirchner und da Silva begründen den Schritt mit der guten Wirtschafts- und Finanzlage ihrer Länder.

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