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24.03.2014

13:52 Uhr

CECE Composite-Index

Chancen in Zentraleuropa nutzen

Quelle:Börse am Sonntag

Wenn sich die Situation zwischen Russland und dem Westen nicht weiter verschärft, könnte es sich für Investoren lohnen, breit gestreut auf Aktienmärkte in den osteuropäischen Nachbarländern zu setzen.

Der „Central European Clearing House & Exchanges“-Index umfasst die Leit-Indizes aus Polen, Tschechien und Ungarn. dapd

Der „Central European Clearing House & Exchanges“-Index umfasst die Leit-Indizes aus Polen, Tschechien und Ungarn.

DüsseldorfDie Krimkrise belastete am Anfang des Monats auch die Aktienmärkte von Warschau, Prag und Budapest. Die geographische Nähe zum Krisenherd forderte hier ihren Tribut. Eine Entspannung der Situation könnte zu einer deutlichen Kurserholung an diesen Märkten führen.

Allerdings müssen bei einer Verschärfung der Lage auch deutlichere Verluste an diesen Aktienmärkten einkalkuliert werden. Die Abkürzung CECE steht für „Central European Clearing House & Exchanges“. Der CECE-Index wird an der Wiener Börse berechnet, er umfasst die Leitindizes aus Polen (PTX), Tschechien (CTX) und Ungarn (HTX). Diese sind unterschiedlich im CECE gewichtet, wobei der PTX mit knapp 83 Prozent den CECE deutlich dominiert.

Echte Anleger sind...

...gelassen

"Sie wissen, dass Aktienkurse von allen möglichen unvernünftigen Kräften beeinflusst werden, dass sie ebenso fallen wie steigen können und dass das auch für Aktien gilt, die sie selbst besitzen. Wenn das passiert, reagieren sie darauf mit Gleichmut. Sie wissen, dass der Preis wieder zurückkommt, solange das Unternehmen die Eigenschaften behält, die sie als Anleger zunächst angezogen hatten."

...geduldig

"Anstatt sich von der Begeisterung der Menge mitreißen zu lassen, warten echte Anleger die richtige Gelegenheit ab. Sie sagen öfter Nein als Ja."

...rational

"Sie gehen auf der Basis klaren Denkens an den Markt und die Welt heran. Sie sind weder übermäßig pessimistisch noch irrational optimistisch; sie sind vielmehr logisch und rational."

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

So ist es nicht verwunderlich, dass polnische Blue Chips im CECE hoch gewichtet sind. Dazu zählen PKO Bank Polski, PZU, der größte Versicherer Polens und die Bank Pekao. Die drei genannten Aktien sind mit knapp 47 Prozent im Index vertreten. Im Unterschied dazu tragen tschechische Blue-Chips wie der Energiekonzern CEZ mit gut drei Prozent und der ungarische Konzern Magyar Telecom mit gut einem Prozent erheblich weniger zur Index-Entwicklung bei.

Die Länderanalysten der Commerzbank haben Anfang des Jahres die wirtschaftliche Situation Polens genauer unter die Lupe genommen. Die Experten haben die Wachstumsaussichten des Landes nach oben revidiert. Ursprünglich hatte man das Erreichen der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,5 Prozent erst 2015 erwartet. Die Commerzbank erwartet diesen Wert nun bereits Mitte 2014.

Möglicherweise könnte die wirtschaftliche Erholung des Landes auch von einem stärkeren Preisauftrieb begleitet werden, auch wenn die Notenbank momentan noch nicht davon ausgeht. Die Commerzbank erwartet spätestens im dritten Quartal des Jahres eine Zinserhöhung.

Fazit: Anleger können beispielsweise mit dem Index-Zertifikat der Commerzbank (WKN CB4WZY) mit unbegrenzter Laufzeit unbegrenzt an der Entwicklung der Aktien-Benchmark partizipieren. Mehrere Emittenten bieten derartigen Derivate an, das Commerzbank-Produkt hat aber mit den geringsten Spread (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs). Das Commerzbank-Zertifikat hat ein Bezugsverhältnis von 100:1 und bildet damit ein Hundertstel des Index ab. Der CECE Composite-Index ist am 4. Januar 1999 mit einem Indexstand von 747 Punkten gestartet. Mittlerweile notiert das Börsenbarometer bei 1.659 Punkten.

Der CECE Composite-Index notiert aktuell in der Nähe seines 52-Wochen-Tiefs bei 1.694 Punkten. Noch im November 2013 lag der Indexstand bei 1.832 Punkten. Die Abschläge, die der Index bislang im März erlitten hat, sind vor allem der politischen Krise geschuldet. Idealerweise setzen Investoren nach Kauf des Zertifikates einen Stopp-Kurs um stärkere Verluste zu vermeiden, falls sich die politische Situation verschärft.

Von

BaS

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