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09.08.2013

10:19 Uhr

Chartanalyse

„8800 Punkte sind möglich“

VonJürgen Röder

In den vergangenen Tagen hat die Aufwärtsdynamik beim Dax nachgelassen. Dennoch bietet der Index charttechnisch ein positives Bild. Wie Anleger mit Teilschutz von weiteren Kurssteigerungen profitieren können.

Bild aus dem Frankfurter Börsensaal: Der Dax könnte in diesem Jahr aus charttechnischer Sicht noch die Marke von 8800 Zählern erreichen. Reuters

Bild aus dem Frankfurter Börsensaal: Der Dax könnte in diesem Jahr aus charttechnischer Sicht noch die Marke von 8800 Zählern erreichen.

DüsseldorfAm aktuellen Aufwärtstrend beim Dax gibt es aus rein charttechnischer Sicht keinen Zweifel. „Das zeigen die höheren Zwischentiefs des vergangenen Jahres“, erläutert Chartanalyst Frederik Altmann. Zu sehen an der steil steigenden Trendlinie (Grafik). Zudem steigt auch die 200-Tage-Durchschnittslinie weiter. „Entsprechend sollte der Leitindex in seiner aktuellen Aufwärtsbewegung ein neues Rekordhoch erreichen“, meint der Chartexperte.

Erstes Zwischenziel sei demnach 8558 Punkte. „Kann der Dax dem höheren Tief auch wieder ein höheres Hoch folgen lassen und den Aufwärtskanal dieses Jahr aufrechterhalten, scheinen 8800 Punkte gut möglich“, analysiert Altmann. Prallt der Leitindex allerdings unter dem jüngsten Rekord nachhaltig nach unten ab, dann springe die Börsenampel auf gelb.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

In den vergangenen Tagen hat die Aufwärtsdynamik beim Dax etwas nachgelassen. „Ein Rücksetzer könnte den Index durchaus auf sein altes Rekordhoch bei 8152 Punkten drücken, das nun eine starke Unterstützung bietet“, sagt der Analyst. Wichtig sei die Unterstützung aus zwei weiteren Gründen: Dort liegen derzeit die Aufwärtstrendlinie und die 200-Tage-Durchschnittslinie.

Dem charttechnisch positiven Bild stünden indes Warnsignale von der Markttechnik gegenüber. „Damit steigt zunächst die Gefahr eines Rückschlags“, meint Altmann. Doch Kurse um 8100 Punkte könnten auch für neue Käufe genutzt werden. Altmann empfiehlt Anlegern, Kaufpositionen mit Stopps unter 8000 Punkten abzusichern. „Angeknackst wäre das Chartbild unter dieser runden Marke, einen nachhaltigen Schaden erhält es aber erst unter 7600 Zählern“, meint Altmann.

Anleger, die dieses Szenario umsetzen wollen, können warten, bis der Dax ein neues Rekordhoch erreicht hat, um auf weiter steigende Kurse zu setzen. Oder auf den Rücksetzer in den Bereich von 8100/8000 Zählern warten, um zu investieren.

Kommentare (2)

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Observer

09.08.2013, 11:09 Uhr

Nein Herr Roeder, es sind 888.888 moeglich!

Account gelöscht!

09.08.2013, 12:07 Uhr

Haben die bei den Notenbanken heute alle frei oder wieso stehen die europäischen Indizes alle still??

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