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02.09.2013

16:06 Uhr

Chartanalyse

Allianz-Aktie hat Potenzial

VonJürgen Röder

Seit knapp fünf Jahren befindet sich das Wertpapier des größten deutschen Versicherungskonzerns in einer Aufwärtsbewegung. Laut Charttechnik gibt es positive Indizien für eine Fortsetzung des Trends.

Allianz-Fahnen und eine EU-Fahne wehen in München: Der größte deutsche Versicherungskonzern steht blendend da. dpa

Allianz-Fahnen und eine EU-Fahne wehen in München: Der größte deutsche Versicherungskonzern steht blendend da.

DüsseldorfDen Banken mag es schlecht gehen, Naturkatastrophen mögen viel Geld kosten - doch die größte Versicherung steht blendend da. Das Ergebnis je Allianz-Aktie steigt kontinuierlich, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt niedriger als zehn, die Dividendenrendite beträgt mehr als vier Prozent.

Auch charttechnisch steht die Aktie sehr gut da. „Seit November 2008 befindet das Wertpapier in einer mitunter recht volatilen Aufwärtsbewegung, in deren Verlauf sich der Kurs weit mehr als verdoppeln konnte“, analysiert Charttechniker Dr. Hans-Dieter Schulz. Mit Beginn dieses Jahres mündete der Kursverlauf dann in eine Seitwärtsbewegung innerhalb einer knapp 20 Euro breiten Spanne oberhalb der Marke von 100 Euro. Bei dem Chart bildeten sich ab Februar kontinuierlich steigende Tiefpunkte (siehe Grafik). „Das ist ein positives Indiz“, sagt Schulz.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Zudem pendelt der Kurs dabei um die seit vielen Jahren bedeutende Horizontale bei 108 Euro. Diese Marke bildete in den Jahren 2006 und 2011 einen wichtigen Widerstand, im Crashjahr 2008 war dies eine längere Unterstützung, bevor die Aktie weiter einbrach.  Diese Marke könnte jetzt Anfang September als Sprungfeder für die Bullen dienen. „Damit eröffnet sich erneut Potenzial bis in den Bereich von gut 120 Euro“, sagt Schulz.

Fällt die Aktie hingegen doch noch unter die aktuell als Kreuzunterstützung wirkende Marke von 108 Euro, gebildet von den beiden wichtigen Unterstützungsmarken (Horizontale und Aufwärtstrend seit Februar, siehe Grafik), wäre dies für Schulz ein Verkaufssignal. Das Kursziel wäre dann 96 Euro.

Neben dem direkten Kauf einer Aktie bilden Sprintzertifikate die einfachste Methode, dieses charttechnische Szenario von steigenden Kursen bis zur Marke 120 Euro umzusetzen. Denn diese Produkte multiplizieren die Gewinne mit einem Faktor innerhalb einer gewissen Spanne, unterhalb des Bereichs vollziehen sie die Kursentwicklung der Aktie nach. Oberhalb der Spanne profitieren Anleger nicht mehr von weiteren Kurssteigerungen.

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