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13.10.2013

17:40 Uhr

Chartanalyse

BASF-Aktie knapp unter dem Allzeithoch

VonJürgen Röder

Die Aktie des Chemieriesen hat seit Oktober 2011 einen volatilen Anstieg erlebt. Nun steht das Papier laut Charttechnik vor einer wichtigen Weichenstellung. Wie Anleger von diesem Szenario profitieren können.

Drei Fahnen, die das neue BASF-Logo zeigen, wehen im Wind: Die Aktie des Chemiekonzerns ist seit zwei Jahren im Aufwärtstrend. dapd

Drei Fahnen, die das neue BASF-Logo zeigen, wehen im Wind: Die Aktie des Chemiekonzerns ist seit zwei Jahren im Aufwärtstrend.

DüsseldorfDas weltweit boomende Geschäft mit der Landwirtschaft stimmt den Chemieriesen BASF optimistisch. Der Ludwigshafener Konzern erhöhte noch Anfang Oktober aufgrund starker Nachfrage das mittelfristige Umsatzziel für seine Agrarchemiesparte. BASF rechnet nun damit, dass der Pflanzenschutz-Bereich Crop Protection bis 2015 mehr als sechs Milliarden Euro und bis 2020 acht Milliarden Euro Umsatz einfährt.

Die höhere Prognose ist ein Grund, warum die Aktie derzeit nur noch knapp unter seinem Allzeithoch liegt. Daran erinnert Chartanalyst Dr. Gregor Bauer. Anleger können aus Sicht der Charttechnik dem Trend folgen und in die Aktie investieren, wenn sie über das Allzeithoch von 76,30 Euro steigt. Diese bislang höchste Notierung erreichte das Papier im Juni dieses Jahres.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Als wichtige Unterstützungen, die der Aktie nach eventuell anschließenden Kursrückgängen Halt geben könnten, sieht Bauer die Marken von rund 72 Euro, 70 Euro und den Bereich zwischen 65 und 66 Euro.  Diese Unterstützungen dienen Anlegern auch als wichtige Anhaltspunkte, um die Verluste zu begrenzen. Fällt die Aktie unter eine dieser Marken, sollten sie je nach Risikoneigung einen Verkauf erwägen.

Doch noch ist das nicht soweit: Derzeit notiert das BASF-Papier im Bereich zwischen 72 und 73 Euro. (siehe Grafik) Dort könnte die Aktie nach Meinung von Bauer ein sogenanntes Doppeltop bilden. Das ist eine Chartformation, bei der sich zwei aufeinander folgende Hochs auf ungefähr gleichem Niveau befinden, getrennt von einem dazwischen liegenden Tief. Da diese Chartfigur wie der Buchstabe M aussieht, wird ein Doppeltop auch als M-Formation bezeichnet. Danach wird mit fallenden Kursen gerechnet, weil die Aktie bei zwei Anläufen nicht die Kraft hatte, diesen Widerstand zu überwinden. 

„Sollte allerdings die BASF-Aktie bei 73,80 Euro notieren, ist die Gefahr eines Doppeltops gebannt“, erläutert Bauer. Dann könnten spekulative Anleger mit einem Hebelprodukt auf weiter steigende Kurse in Richtung Allzeithoch setzen. Ein Stopp, um eventuelle Verluste zu begrenzen, sollte nach Ansicht des Chartexperten bei 72  Euro gesetzt werden.

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