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09.03.2013

14:11 Uhr

Chartanalyse

Comeback von Heidelberg Cement

VonJürgen Röder

Lange Zeit wurde die Heidelberg-Cement-Aktie nicht von den Anlegern beachtet. Doch seit einigen Monaten feiern die Anteilsscheine des Zementherstellers eine Renaissance. Und es dürfte weiter nach oben gehen.

Zementsäcke der Firma Heidelberg Cement im Werk in Leimen bei Heidelberg. Das Unternehmen hat den Turnaround geschafft. ap

Zementsäcke der Firma Heidelberg Cement im Werk in Leimen bei Heidelberg. Das Unternehmen hat den Turnaround geschafft.

DüsseldorfVor rund vier Jahren stand Heidebelberg Cement noch kurz vor der Insolvenz und konnte die Pleite erst nach langwierigen Verhandlungen mit den Banken verhindern. Damals notierte die Aktie des Baustoffkonzerns bei rund 20 Euro. Doch das Blatt hat sich mittlerweile gewandelt. Heidelberg Cement hat dank der Erholung der Baukonjunktur in Nordamerika und hoher Nachfrage aus den Schwellenländern die Absatzkrise in Europa gut weggesteckt. Konzernchef Bernd Scheifele ist auch für 2013 verhalten optimistisch.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Aktienkurs. „Seit Oktober 2011 hält sich der Dax-Titel in einem Aufwärtstrendkanal auf“, sagt Chartexperte Christian Henke. „Das Schöne darin ist, dass es auch weiterhin nach Norden gehen dürfte“.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Denn innerhalb dieser Chartbegrenzung hat die Aktie im Februar 2013 die horizontale Widerstandszone bei 47/48 Euro nach oben durchbrochen. Nach der Chartanalyse von Henke kann die Aktie bis zur Oberseite des Aufwärtstrendkanals steigen, die aktuell bei 62,80 Euro notiert.

Anleger können mit verschiedenen Anlagezertifikaten diese charttechnische Situation umsetzen. Wer risikobereit ist, setzt mit Faktorzertifikaten auf einen weiteren Anstieg der Heidelberg-Cement-Aktie.

Die Produkte hebeln sowohl den Gewinn als auch den Verlust des Titels mit einem konstanten Faktor. Das Zertifikat von der Commerzbank mit der WKN CZ0VVZ  mit dem vierfachen Hebel, den Faktor drei bietet das Zertifikat mit der WKN CZ32JJ. Die Produkte kosten einen jährliche Managementgebühr von 0,7 Prozent.

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