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05.10.2013

17:11 Uhr

Chartanalyse

Daimler-Aktie vor neuem Aufwärtsschwung

VonJürgen Röder

Im Mai 2013 hat die Daimler-Aktie den Abwärtstrend verlassen und strebt nun deutlich höhere Kurse an. Wie Anleger von möglichen Kursgewinnen überproportional profitieren können, ohne größeres Risiko einzugehen.

Ein Arbeiter drückt ein Mercedes-Benz-Emblem auf das Rad: Die Aktie des Daimler-Konzerns sieht charttechnisch gut aus. dpa

Ein Arbeiter drückt ein Mercedes-Benz-Emblem auf das Rad: Die Aktie des Daimler-Konzerns sieht charttechnisch gut aus.

DüsseldorfDie Aktie des schwäbischen Automobilherstellers Daimler zählt zu den Titeln mit der besten Performance im Dax. In den vergangenen zwölf Monaten stieg das Papier um mehr als 50 Prozent und liegt im Vergleich mit den anderen 29 Werten hinter Continental und Deutsche Post auf Rang drei.

Für Charttechniker Christian Henke, der die Aktie unter die Lupe genommen hat, begann die Renaissance der Aktie im Mai dieses Jahres. „Zu diesem Zeitpunkt konnte der mittelfristige Abwärtstrend erfolgreich nach oben verlassen werden“, erläutert der Chartanalyst (siehe Grafik). Zudem hat die 40-Wochen-Durchschnittslinie nachhaltig nach Norden gedreht. Für ihn ein zusätzliches Zeichen für eine neue mittelfristige Aufwärtsbewegung.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Des Weiteren wurde die horizontale Widerstandslinie bei 55,36/55,95 Euro auf Wochenbasis signifikant nach oben durchbrochen. „Die Chartmarke dient nun im weiteren Verlauf als Unterstützung“, erläutert Henke.  Ein Widerstand ist ein Begriff aus der Chartanalyse und beschreibt eine Zone im Kurschart von Wertpapieren, bei deren Erreichen steigende Kurse oft Kurskorrekturen erfahren. Wird der Widerstand hingegen durchbrochen, dient er anschließend als Unterstützung, die wiederum bei fallenden Kursen einer Aktie Halt geben.

Das erste Kursziel für die Daimler-Aktie liegt für Henke bei 73 Euro – ein rechnerisches Ziel. Für die Berechnung hat der Chartexperte die letzte markante Korrekturphase von Mitte Februar bis Ende November 2011 berücksichtigt, bei der die Aktie um rund 17 Euro fiel. Um diese Spanne könnte die Aktie nach Überwindung des horizontalen Widerstands von knapp 56 Euro auch wieder steigen. „Mittelfristig besteht durchaus Potenzial bis zur oberen Trendlinie des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals bei momentan 92 Euro“, meint Henke.

Neben einem Direktinvestment in die Aktie können Anleger auch mit Zertifikaten in den Daimler-Titel investieren. Beispielsweise mit einem Sprintzertifikat. Das dazu passende Produkt der DZ Bank (WKN DZ8J95) verdoppelt die Gewinne der Daimler-Aktie innerhalb der Spanne von 58 und 66 Euro zum Laufzeitende. Oberhalb von 66 Euro profitieren Anleger nicht mehr. Der maximale Auszahlungsbetrag zum Ende der Laufzeit (31.12.2013) beträgt dann 74 Euro.

Kommentare (1)

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Micha

06.10.2013, 09:24 Uhr

Zertifikate sind nichts anderes als Wetten gegen die Bank, wobei die Bank sofort den vollen Wetteinsatz kassiert, keine Sicherheiten bietet und nachträglich sogar die Wettregeln ändern kann!
Selbst schuld, wer so einen Mist kauft! Hierfür gibt es nur eine Begründung: GIER FRISST HIRN!!!

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