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01.08.2013

10:51 Uhr

Chartanalyse

„Daimler-Chart ist S-Klasse“

VonJürgen Röder

Die Aktie des Automobilkonzerns Daimler konnte einen wichtigen Widerstand überwinden und hat nun Potenzial nach oben. Aus charttechnischer Sicht bieten sich nun zwei neue Kursziele an.

Der Stern von Daimler leuchtet wieder - zumindest was den Aktienkurs angeht. Der Wertpapier hat eine wichtige charttechnische Marke überwunden. Reuters

Der Stern von Daimler leuchtet wieder - zumindest was den Aktienkurs angeht. Der Wertpapier hat eine wichtige charttechnische Marke überwunden.

DüsseldorfDaimler-Konzernchef Dieter Zetsche versprach den Investoren, die die Aktien in den vergangenen Monaten verstärkt in ihre Depots genommen hatten, eine weitere Verbesserung der Geschäftslage. Das hat sich im Aktienkurs niedergeschlagen. „Der Daimler-Chart ist S-Klasse“, meint Chartanalyst Frederik Altmann. Laut seiner Analyse konnte die Daimler-Aktie zuletzt bei 54 Euro einen wichtigen Widerstand überwinden und hat nun weitere Luft nach oben (siehe Grafik).

Dabei nutzte das Papier die obere Begrenzung ihres Aufwärtstrendkanals als zusätzliches Sprungbrett. Nunmehr bildet eine Zone von dieser Marke bis unter 52,50 Euro für den künftigen Kursverlauf eine wichtige Unterstützung.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Nächstes Ziel nach oben ist das Hoch von Anfang 2011 bei 59 Euro. Doch dieser Anstieg sollte nach Meinung des Chartanalysten nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben sein. „Wird diese Marke überwunden, ist längerfristig auch ein Test des vorhergehenden Hochs bei 78 Euro denkbar“, meint Altmann.

Und wenn der Kurs wieder Richtung Süden dreht? Altmann rät Anlegern, nicht sofort bei Kursen innerhalb der wichtigen Unterstützungszone ab 54 Euro zu verkaufen. „Kaufpositionen sollten erst bei Kursen unter dem jüngsten Tief bei knapp 51,60 Euro abgesichert werden“, meint der Chartanalyst.

Neben einem Direktinvestment in die Aktie gibt es auch die Möglichkeit, mit Zertifikaten in den Daimler-Titel zu investieren. Beispielsweise mit einem Sprintzertifikat. Das dazu passende Produkt der DZ Bank (WKN: DZ8J93) verdoppelt die Gewinne der Daimler-Aktie innerhalb der Spanne von 54 und 62 Euro. Oberhalb von 62 Euro profitieren Anleger nicht mehr. Der maximale Auszahlungsbetrag zum Ende der Laufzeit (31.12.2013) beträgt dann 70 Euro.

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