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19.09.2013

13:34 Uhr

Chartanalyse

Dax mit interessanter „Kurslücke“

VonJürgen Röder

Zu Beginn dieser Woche hat der Deutsche Leitindex ein neues Rekordhoch markiert, und gleich noch einmal übertroffen. Setzt sich dieser Aufwärtstrend fort? Und wenn ja, welches ist die nächste Zielmarke?

Leitindex auf über 8578 Zählern

Dax klettert auf neue Rekordhöhen

Leitindex auf über 8578 Zählern: Dax klettert auf neue Rekordhöhen

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Düsseldorf„Das Erreichen eines neuen Allzeithochs stellt eines der besten Signale der technischen Analyse dar“, meint Jörg Scherer von der Bank HSBC Trinkaus. Der Chartexperte hat das deutsche Börsenbarometer unter die Lupe genommen. Am vergangenen Montag hat der Index das bisherige Rekordhoch von 8558 Punkten hinter sich gelassen. Das geschah mit einer sogenannten Kurslücke, Gap genannt. Am Freitag hatte Dax sein Hoch bei 8518 Zählern und am Montag den Handel mit 8578 Zählern eröffnet und stieg daraufhin weiter. 

Sollte diese Lücke in den nächsten Handelstagen nicht wieder geschlossen werden, so ist dies ein starkes charttechnisches Indiz für eine weitere Bewegung in Richtung Aufwärtstrend. Laut Chartanalyse handelt es sich dann um ein „breakaway gap“, eine Ausbruchslücke.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Für Scherer ist diese Kurslücke auch unter Risikogesichtspunkten interessant. „8518 Punkte sollten nicht mehr unterschritten werden, denn dann würde die sogenannte Ausbruchslücke zu einer Erschöpfungslücke mutieren“, erläutert der Chartexperte.  Erschöpfungslücken („Exhausting-Gaps“) treten meist kurz vor Schluss einer Hausse (oder Baisse) in Erscheinung.  Scherer: „Das hätte dann den faden Beigeschmack einer kurzfristigen Trendumkehr“.  Der Charttechniker verweist auf das aktuell attraktive Chance-Risiko-Verhältnis für Investoren, da die Marke von 8518 nicht sehr weit vom derzeitigen Dax-Kurs liegt.

Und wo liegt die nächste Zielmarke für den Dax? Die weitere Zielbestimmung ist keineswegs einfach, weil der Dax in neuen Höhen notiert, in denen es beispielsweise noch keine Widerstände oder Unterstützungen gibt. „Uncharted territory“ nennen das Experten. Eine Hilfe geben mathematische Berechnungen mit der sogenannten Fibonacci-Methode , eines der zuverlässigsten Instrumente zur Berechnung von Kurszielen, Widerstands- und Unterstützungsmarken. „Danach ist die Zielprojektion der aktuellen Aufwärtsbewegung bei rund 8902 Zählern möglich“, sagt Scherer.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.09.2013, 14:08 Uhr

„Das Erreichen eines neuen Allzeithochs stellt eines der besten Signale der technischen Analyse dar“
Ohh wie schade, dass ich die Telekom damals nicht bei 100 Euro gekauft habe,
Ohh wie schade, dass ich die Siemens damals nicht bei 120 Euro gekauft habe,
Ohh wie schade, dass ich die E.ON damals nicht bei 50 Euro gekauft habe,
Ohh wie schade, dass ich die Commerzbank damals nicht bei 200 Euro gekauft habe
Ohh wie schade, dass ich den NIKKEI damals nicht bei 38000 ? Euro gekauft habe


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