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22.03.2013

15:18 Uhr

Chartanalyse

Dax: Nur eine kleine Korrektur?

VonJürgen Röder

Eilt der Dax schnell von Hoch zu Hoch, wie es sein kleiner Bruder MDax vorgemacht hat? Oder schlägt der Dax wie 2007 nur mit wenigen Punkten den alten Rekord und prallt nach unten ab? Die Charttechnik ist eindeutig.

Zwei kleine Plastikbullen, Symbol für eine gute Börsenentwicklung, stehen am in der Börse in Frankfurt am Main vor der großen Anzeigetafel, die den Tagesverlauf des Dax darstellt. Laut Charttechnik setzen sich auch die Bullen durch. dpa

Zwei kleine Plastikbullen, Symbol für eine gute Börsenentwicklung, stehen am in der Börse in Frankfurt am Main vor der großen Anzeigetafel, die den Tagesverlauf des Dax darstellt. Laut Charttechnik setzen sich auch die Bullen durch.

Düsseldorf„Der Aufwärtstrend im Dax ist intakt und der Test des Rekordhochs bleibt sehr, sehr wahrscheinlich“, meint Charttechniker Frederik Altmann. Er hat den deutschen Leitindex unter die Lupe genommen. Für ihn hat der das deutsche Börsenbarometer mit dem Anstieg über die alte Widerstandszone bei 7.450 bis 7.600 Punkten – die heute eine massive Unterstützung bildet – sein Chartbild nochmal signifikant gestärkt.

 Auch der Sprung zuletzt über 8.000 Punkte hat für Altmann den aktuell etwas beschleunigten Aufwärtstrend weiter untermauert. In den letzten Monaten habe der Markt „Chancen für Korrekturen“ stets ausgelassen, auch ein Zeichen der Stärke. Deswegen zieht der Charttechniker das Szenario MDax weiter vor. Der MDax, der die 50 größten Nebenwerte beinhaltet, hat bereits Ende 2012 ein neues Allzeithoch erreicht. Und ist in den vergangenen Monaten weiter deutlich gestiegen.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Dieses Chartszenario können Anleger einfach mit Indexzertifikaten umsetzen, die die Dax-Wertentwicklung quasi 1:1 umsetzen. Wer jedoch mit einem Sicherheitspuffer investieren oder auch eine Rendite bei seitwärts verlaufenden Kursen erzielen möchte, sollte sich Bonuszertifikate anschauen. So bietet das Produkt der französischen Großbank BNP Paribas (WKN: BP6UN3) eine Rendite von knapp 14 Prozent, solange der Dax bis Ende des Jahres nicht die Schwelle von 7300 Punkten berührt oder unterschreitet.

Die Schwelle liegt knapp unter der massiven Unterstützung 7.450/7.600 Zähler. Der Vorteil an dem Produkt: Falls der Dax die obere Schwelle von 9200 Punkten erreichen sollte, profitieren Anleger in vollem Umfang von weiteren Kurssteigerungen. Das Zertifikat hat allerdings ein Aufgeld von vier Prozent. Sollte der Dax die Barriere von 7300 Zählern reißen, würde das für Anleger ein zusätzliches Minus von vier Prozent bedeuten.

Kommentare (4)

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KarlM

22.03.2013, 22:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Volksverdummung

22.03.2013, 23:18 Uhr

Absolut richtig.

Und die Korrektur wird mittelfrstig auch eher langweilig ausfallen.
Schätze so +/- 5.000 Punkte werden's wohl werden.

Nun ja, manche Hohlkörper glauben allmählich sogar, daß man die Welt halt mit grenzenlosen Gelddrucken retten kann ... vielleicht hilft das sogar gegen AIDS, Atomkriege, Meteroiten-Einschläge, usw.

Volksverdummung

22.03.2013, 23:33 Uhr

Immer wieder erstaunlich wie im Rahmen von potentiellen Korrekturen auch durch Gedankengänge folgende Szenarien offen weltweit ausgesprochen werden (Quelle Forist CNBC):

"You want a correction....you can't handle a correction.....I'll show you a correction when Uncle Benny burns all the monopoly money he handed out for these thieves to get rich for the upcoming depressionl or World War we're going to have"

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