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29.07.2013

08:28 Uhr

Chartanalyse

Die Dax-Konsolidierung ist vorbei

VonJürgen Röder

Der deutsche Leitindex nimmt nach einer Schwächephase wieder Kurs auf sein Allzeithoch. Wann Anleger wieder neu einsteigen können und welche weiteren wichtigen Marken beim Dax zu beachten sind.

Händler im Frankfurter Börsensaal: Der Dax hat wieder sein Allzeithoch im Visier. Reuters

Händler im Frankfurter Börsensaal: Der Dax hat wieder sein Allzeithoch im Visier.

DüsseldorfSpekulationen auf ein baldiges Ende der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank hatten im Juni den Rekordlauf des deutschen Leitindex gestoppt. Doch mittlerweile ist der Dax wieder gut unterwegs und kämpft wieder mit der Marke von 8400 Zählern. Lohnt sich derzeit ein Einstieg? „Neuengagements sollten oberhalb des Jahreshochs bei 8.558 Punkten in Erwägung gezogen werden“, meint Chartexperte Christian Henke.  Dann besteht seiner Meinung nach weiteres Kurspotenzial bis 9.000 Punkte.

Für Henke stand beim Dax lange Zeit die horizontale Widerstandslinie bei 8.132/8.152 Punkten im Mittelpunkt des Interesses. Diese resultierte aus den historischen Höchstständen aus dem Jahr 2007. „Diese  wichtige Chartmarke konnte Mitte Mai signifikant nach oben verlassen werden“, sagt Henke.  Kurz darauf markierte der Dax mit 8.558 Punkten im Handelsverlauf einen neuen Rekordstand.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Anschließend kam es auf dem Frankfurter Börsenparkett zu Gewinnmitnahmen, die nach den deutlichen Kurssteigerungen der jüngsten Vergangenheit für den Charttechniker keine große Überraschung waren. „Die Bullen hatten die Rechnung nicht mit dem steigenden 40-Wochen-Durchschnitt gemacht“, betont Henke. Denn an dieser Stelle endete die Konsolidierung. Anschließend stieg der Dax wieder. Die Schiebezone bei 8.132/8.152 Punkten dient weiterhin als Unterstützung.

Die Kursentwicklung hat die Zertifikate-Branche bei der Neuemission ihrer Produkte noch nicht ganz nachvollzogen. Es gibt nur wenige Bonusprodukte mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis und  einer Sicherheitsschwelle um die 8000 Punkte. Solange diese Sicherheitsschwelle während der kompletten Laufzeit nie berührt oder unterschritten wird, erzielen Anleger mit entsprechenden Bonusprodukten eine Rendite.

Das einzige Produkt, bei dem das möglich ist, ist ein sogenanntes Pro-Bonuszertifikat der Commerzbank (WKN: CZ4AYK). Dabei ist die Sicherheitsschwelle nur in den letzten drei Monaten der Laufzeit (von Ende Januar bis Ende März 2013) aktiv. Vor Ende Januar kann der Dax ruhig die Marke von 8000 Zählern unterschreiten, ohne die Bonusrendite zu gefährden. Die erzielbare Jahresrendite liegt bei 15 Prozent, das Aufgeld bei knapp fünf Prozent p.a.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

25.07.2013, 15:54 Uhr

Charttechniker sind wie Kaffeesatzleser.
Was ist hier auch nur ein Cent neu an Information?
Kurvendiskussion kann ich selber, Herr Henke.

Account gelöscht!

29.07.2013, 09:14 Uhr

Interessanter Tip von Henke:
Mit dem Einstieg WARTEN(!), bis das Allzeithoch erreicht ist.
Und wohl folglich auch nur bei historischen Tiefständen verkaufen.
Aaaahja; auf solche Weisheiten hat die Welt gewartet.

Als Charttechniker kann man tatsächlich erfolgreich sein; vorausgesetzt man schreibt Bücher und findet genügend Dumme, die dafür auch noch Geld ausgeben.

Account gelöscht!

29.07.2013, 09:26 Uhr

Ja das ist die richtige Antwort.Immer am ATH kaufen...Ei,Ei,Ei...Aber das stimmt,das ist die Philosophie dieser Gattung Anleger.
Ich kann mich noch gut erinnern,als die Deutsche Bank Ende Jänner 01 ihr damaliges ATH bei 105,90 Euro erreichte,hieß es kaufen,weil, so deren Logik,das Erreichen eines ATH´s neue Käuferschichten generiert.Nun.... die DBK hat dann bis 07 die 105,90 Euro nicht wiedergesehen, ganz zu schweigen von heute.

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