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01.11.2013

10:31 Uhr

Chartanalyse

Durchbricht Gold den Abwärtstrend?

VonJürgen Röder

Die Anzeichen für eine Trendwende bei dem Edelmetall mehren sich. Doch wer nun auf steigende Goldpreise setzen will, muss sich nicht unbedingt Münzen oder Barren ins Schließfach legen. Wie Anleger profitieren können.

Goldbarren in unterschiedlicher Größe liegen bei einem Goldhändler in einem Tresor: Der Preis für das Edelmetall ist zwei Jahren gefallen, nun gibt es Anzeichen für eine Trendwende. dpa

Goldbarren in unterschiedlicher Größe liegen bei einem Goldhändler in einem Tresor: Der Preis für das Edelmetall ist zwei Jahren gefallen, nun gibt es Anzeichen für eine Trendwende.

DüsseldorfVor knapp zwei Jahren markierte Gold mit 1909 Dollar ein Allzeithoch. Doch seitdem befindet sich das Edelmetall im Abwärtstrend: Die neuen Zwischenhochs fallen seitdem immer niedriger aus als die vorangegangenen, die fallende 200-Tage-Linie unterstreicht diesen negativen Trend. Allerdings sieht Chartexperte Frederik Altmann nun Anzeichen für eine Trendwende. „Gold hat gute Chancen, die scharfe Abwärtsbewegung der ersten Jahreshälfte zu korrigieren, hängt bisher aber technisch noch etwas in der Luft“, meint er. Anleger sollten seiner Meinung nach einen Sprung über 1380 Dollar als bestätigtes Kaufsignal mit einem Ziel von 1650 Dollar abwarten.

Denn Gold hat in der jüngsten Korrektur das vorhergehende Tief bei 1180 Dollar nicht mehr unterboten (siehe Grafik). „Das bietet die Chance auf eine Bodenbildung mit einer anschließenden Reaktion nach oben“, erläutert Altmann. Eine wichtige Marke ist für ihn der mehrfache Widerstand bei 1380 Dollar. Bei einem Anstieg über diese Marke wäre eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet.

Dabei handelt es sich um eine charttechnische Trendumkehrformation, die steigende Kurse nach einem Abwärtstrend ankündigt. Dabei kommt es nach einem ersten Stabilisierungsversuch (linke Schulter) zu einem nochmaligen Kursrutsch mit neuem Tief (Kopf) und einer anschließenden Aufwärtsreaktion mit höher gelegenem lokalen Tief (rechte Schulter). Überwindet der Chart dann die sogenannte Nackenlinie - die Verbindung der Zwischenhochs beider Schultern - ist aus Sicht der Charttechnik der Weg für höhere Kurse frei. Aus der Vollendung dieser Formation ergibt sich laut Altmann ein charttechnisches  Kursziel von rund 1650 Dollar. Dort gibt es auch wichtige Widerstände im Goldchart.

Das Risiko einer erneuten Korrektur liegt derzeit bei 1320 Dollar - relativ nah am aktuellen Kurs. Eine weitere stärkere Korrektur erwartet Altmann aber erst bei Kursen unter 1270 Dollar. Dann könnte der Preis des Edelmetalls auch unter das mehrjährige Tief von 1180 Dollar fallen.

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