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09.02.2014

10:30 Uhr

Chartanalyse

Einstiegschance bei der Allianz-Aktie

VonJürgen Röder

Aufwärts: Das ist seit mehr als zwei Jahren der Trend für die Allianz-Aktien. Trotz der kleineren Korrektur zu Jahresbeginn liegt das Kursziel bei 135 Euro. Doch neben dem Direktinvestment gibt es Alternativen für Anleger.

Das Versicherungsunternehmen Allianz: Anleger können darauf hoffen, dass der Versicherer zwischen etwa 120,80 und 115 Euro eine untere Umkehrformation ausbildet - und dann einsteigen. dpa

Das Versicherungsunternehmen Allianz: Anleger können darauf hoffen, dass der Versicherer zwischen etwa 120,80 und 115 Euro eine untere Umkehrformation ausbildet - und dann einsteigen.

Seit September 2011 befindet sich Allianz in einem Aufwärtstrend. „Dieser Trend wurde Mitte Oktober 2013 durch den Ausbruch aus einem steigenden Dreieck bei 120,80 Euro nochmals verstärkt“, erläutert Chartexperte Dr. Gregor Bauer.

Ein steigendes Dreieck wird laut Charttechnik von einer oberen horizontalen und unteren Trendlinie gebildet, die aufwärts geneigt ist. Beide Linien treffen einander an der Dreiecksspitze. Dabei sollte der Kurs mindestens zwei Mal bis zu dem horizontalen Widerstand steigen und wieder abprallen, um anschließend auf die untere Linie zu fallen und wieder zu steigen.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

In dem konkreten Fall hat die Allianz-Aktie beim dritten Versuch die obere horizontale Trendlinie bei 120,80 Euro durchbrochen, was laut Charttechnik als Bestätigung des Aufwärtstrends gilt. Anschließend stieg das Wertpapier auf das bisherige Jahreshoch von 134,40 Euro.

Von der Korrektur seit Ende Januar konnte sich auch der Titel des Versicherungskonzerns nicht vollständig abkoppeln. „Der Kurs fiel seither wieder auf das Ausbruchsniveau um 120,80 Euro zurück, dieses stellt daher aktuell eine massive Unterstützungszone dar“, erläutert Bauer. Zudem verlaufe in diesem Bereich aktuell die 200-Tage-Line, was die Unterstützung verstärkt.

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