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05.04.2013

10:11 Uhr

Chartanalyse

Ende einer zwölfjährigen Hausse?

VonJürgen Röder

Vom Allzeithoch ist der Goldpreis mittlerweile weit entfernt und die Zahl der Pessimisten für das Edelmetall wächst. Mit welchen Produkten Anleger von den unterschiedlichen Szenarien profitieren können.

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus in Hanau. dpa

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus in Hanau.

DüsseldorfDer Goldpreis ist in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert: Bei 260 US-Dollar lag der Preis für eine Feinunze (31,10 Gramm) noch im April und stieg im September 2011 auf das Allzeithoch von 1920 Dollar. „Seither befindet sich der Goldpreis in einer übergeordneten Konsolidierungsphase“, sagt Chartexperte Dr. Gregor Bauer, der das Edelmetall analysiert hat. Begrenzt wird der Chart einerseits durch einen Widerstand bei 1770 und 1800 Dollar. An diesen Punkten wurde bei dem Goldchart der erneute Angriff auf das Allzeithoch mehrmals gestoppt.

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Auf der unteren Seite liegt im Bereich 1520 bis 1550 Dollar die erste wichtige Unterstützungslinie, die zweite mit 1500 bis 1480 Dollar knapp darunter. „In diesem Bereich könnte sich jetzt ein nachhaltiger  Boden ausbilden“, sagt Bauer. Im Fall des Abpralls nach oben erwartet der Chartexperte, dass der Goldpreis wieder in Richtung 1770 bis 1800 US-Dollar steigt, bei Überwindung der Marke gar wieder Richtung 1920. Bauers Meinung nach sollte auf Sicht der kommenden Monate Gold aber im Korridor zwischen 1900 und 1500 US-Dollar notieren.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Eine sehr spekulative Art, diese charttechnische Meinung umzusetzen, sind Inline-Optionsscheine. Anleger erzielen einen Gewinn, wenn der Basispreis während der gesamten Laufzeit innerhalb der beiden Schwellen notiert. Falls nur einmal eine Schwelle berührt wird, ist der Produkt wertlos. Ein Produkt von der Société Générale (WKN: SG273M) mit kurzer Laufzeit passt sehr gut in das Szenario. Die Schwellen bei 1400 und 2000 US-Dollar. Die maximale Rendite beträgt bei einem aktuellen Goldpreis von rund 1548 US-Dollar bei mehr als 40 Prozent pro Jahr. Bewertungstag für die Rückzahlung ist der 14. Juni 2013. Allerdings sollten Anleger beachten, dass Gold sehr volatil und nur Geld investieren, dessen Totalverlust sie im Depot verschmerzen können.

Kommentare (18)

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Insider

04.04.2013, 18:04 Uhr

Im April 2001 soll das wohl heißen.Ich bin seit Ende März 01 investiert,nach einem Bericht der "Teleboerse" Print.Die Zeitschrift hatte zwar auch "einige Böcke geschossen",aber mit dieser Empfehlung lagen sie "goldrichtig"!

Ober-Insider

05.04.2013, 10:19 Uhr

Dann viel Spaß beim Zusehen wie nun der Sinkflug den Preis in Richtung Ihres Einstandspreises von 2001 bringt!

Account gelöscht!

05.04.2013, 11:02 Uhr

Joa, warten wir es ab. Das gleiche Geschwätz gab es 2008-2009, da hier der Kurs in der Leitwährung einbrach. Und? Die Notenpressen müssen weiter auf Hochtouren laufen, da sie die USA, Europa und Japan keine höheren Zinsen mehr leisten können. So einfach siehts aus. Warum sollte dann Gold sinken? Quatsch.

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