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04.02.2014

15:16 Uhr

Chartanalyse

Eon-Aktie: Bodenbildung sollte sich fortsetzen

VonJürgen Röder

Rund drei Viertel des Wertes hat die Eon-Aktie seit 2008 verloren – viel Bewegung nach oben wird auch jetzt nicht erwartet. Mit Bonuszertifikaten können Anleger aber von einer Seitwärtsbewegung profitieren.

Die Eon-Zentrale in Essen: Vermutlich dürfte die Aktie weiter seitwärts tendieren – zwischen 14,50 Euro auf der Ober- und etwa zwölf Euro auf der Unterseite. dpa

Die Eon-Zentrale in Essen: Vermutlich dürfte die Aktie weiter seitwärts tendieren – zwischen 14,50 Euro auf der Ober- und etwa zwölf Euro auf der Unterseite.

Mehrmals hofften Anleger in den vergangenen Jahren, dass der lang anhaltende Kursverfall der Eon-Aktie zum Stillstand kommt. Schließlich hat das Wertpapier einen massiven Kursverfall hinter sich – von 51 Euro im Jahr 2008 bis auf 11,81 Euro. So tief stand der Titel Mitte vergangenen Jahres. Doch die Hoffnungen auf ein Ende der Verluste hatten sich immer wieder zerschlagen – beispielsweise im März 2009 und September 2011.

Im Juli und September des vergangenen Jahres bildete die Aktie dann einen Doppelboden im Bereich um 12 Euro. Bei dieser charttechnischen Situation prallte die Aktie zwei Mal von einem Tiefpunkt wieder ab – die Basis für eine mögliche Trendwende. Anfang September 2013 schien diese Wende greifbar nahe: Die Aktie schaffte es, mit Kursen oberhalb von 13 Euro den Widerstand zu überwinden. Aus charttechnischer Sicht eine Bestätigung der Trendwende.

„Es fehlten allerdings Anschlusskäufer, so dass die Aktie seitdem in einem Seitwärtsbereich zwischen dem massiven Widerstand um 14,50 Euro und dem Ausbruchsniveau um 12,70 Euro pendelt“, erläutert Bauer. Aktuell gibt auch die 200-Tage-Linie bei 13,10 Euro Unterstützung.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Nach Meinung von Bauer ist aus strategischer Sicht für Investoren ein Einstieg ab etwa 15 Euro mit Kursziel 19 bis 20 Euro empfehlenswert. Oder man sollte bei einem eventuellen Rückfall unter das Doppeltief von September 2013 bei 11,80 auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends setzen.

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