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02.07.2014

10:15 Uhr

Chartanalyse

Eon mit neuen Chancen

VonJürgen Röder

Nach einem dramatischen Kursverlauf hat die Eon-Aktie ihren Boden gefunden und Ende des vergangenen Monats auch einen wichtigen Widerstand überwunden. Investoren bewerten die Aktie neu. Wie Anleger davon profitieren können.

Für Anleger eröffnen sich nach einer Bodenbildung bei Eon neue Chancen.

Für Anleger eröffnen sich nach einer Bodenbildung bei Eon neue Chancen.

DüsseldorfNach monatelanger Seitwärtsbewegung hat die Eon-Aktie aus charttechnischer Sicht ein neues Kaufsignal ausgelöst. Das hat der technische Analyst Dr. Gregor Bauer beobachtet. Seit Juni 2012 versuchte der Titel des Energieversorgers den massiven Widerstand bei 14,40 Euro zu überwinden - zunächst erfolglos. Erst am Dienstag vergangener Woche durchbrach das Papier diese Marke.

„Damit zeigen Investoren, dass sie die Aktie neu bewerten", meint Bauer. Das neue Kursziel liegt jetzt bei der nächsthöheren Widerstandszone zwischen 18,50 und 19,50 Euro. Diese neue Marke wird nach Einschätzung von Bauer erst in den kommenden Monaten des Jahres 2014 erreicht. Anleger sollten zudem Vorsicht walten lassen, denn die Aktie ist nach dem Ausbruch sehr oft wieder auf das alte Niveau zurückgekehrt.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Kurzfristige Trader können nach Meinung von Bauer mit einem Hebelprodukt ab einem Kurs von 15,35 Euro einsteigen, sollten gleichzeitig einen Stopp bei 13,40 Euro setzen, um Verluste nicht zu groß werden zu lassen. "Diese Marke liegt knapp unterhalb der aktuellen 200-Tage-Linie", erläutert Bauer. Nicht so risikobereite Investoren, die ohne Hebel investieren wollen, können vorübergehende Verluste eher aussitzen.

Diese Anleger sollten aber die massive, breite Unterstützungszone zwischen etwa 12,80 und 12 Euro im Auge behalten. In dem Szenario sollte der Ausstieg spätestens bei Kurs um die 11,90 Euro erfolgen - der tiefsten Marke der vergangenen 20 Jahre. Die Eon-Aktie hat einen dramatischen Kursverlauf hinter sich. Nach dem Allzeithoch von mehr als 50 Euro zum Jahreswechsel 2007/2008 fiel der Kurs drastisch. Erst lies die Finanzkrise den Gesamtmarkt einbrechen. Dann folgte die Energiewende, die die Versorger besonders hart und vor allem unvorbereitet traf. Nur erholt sich die Eon-Aktie endlich.

Wie können Anleger von dem Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung profitieren? Neben dem Direktinvestment gibt es für spekulative Anleger Faktorzertifikate, die sowohl die möglichen Gewinne als auch Verluste hebeln. Das Faktorzertifikat der Commerzbank beispielsweise hat einen fünffachen Hebel (WKN CZ6SNS).

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