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21.03.2013

14:56 Uhr

Chartanalyse

Euro steht vor wichtiger Marke

VonJürgen Röder

Seit April 2012 hat der Euro im Vergleich zum Dollar deutlich an Wert verloren – von 1,48 auf 1,30 Euro. Doch nun könnte der Abwärtstrend enden. Auf das Währungspaar gibt es interessante Produkte für konservative Anleger.

Eine Euro-Münze steht auf einer U.S.-Dollar-Note: Die europäische Gemeinschaftswährung hat in den vergangenen Montag gegenüber dem Greenback deutlich an Wert verloren. ap

Eine Euro-Münze steht auf einer U.S.-Dollar-Note: Die europäische Gemeinschaftswährung hat in den vergangenen Montag gegenüber dem Greenback deutlich an Wert verloren.

DüsseldorfFür Charttechniker Frederik Altmann hat der Euro gute Chancen auf  ein Comeback. „Der Euro sollte zum US-Dollar die Unterstützung bei 1,288 USD halten können und sich von dieser nach oben abstoßen, was ein aktuell gutes Chance-Risiko-Verhältnis ergibt“, sagt der Experte.

Für ihn ist die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,287 Dollar durch einen horizontalen Widerstand gut unterstützt. Dieser Bereich habe sich schon in den vergangenen Jahren des Öfteren als bedeutende Chartmarke erwiesen.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Hinzu kommt die viel beachtete 200-Tage-Durchschnittslinie auf dem Niveau. „Außerdem verläuft der Ende 2012 bereits nach oben durchbrochene Abwärtstrend vom Hoch im Februar 2012 auf dem aktuellen Niveau“, sagt Altmann. Somit sollte sich der Euro von dieser Unterstützung nach oben abstoßen. Die anschließenden Ziele liegen laut dem Chartexperten bei 1,3280 und 1,35 Dollar. Falls die kräftige Unterstützung bei 1,287 Dollar unterschritten werden sollte, warte laut Altmann bereits bei 1,265 bis 1,263 Dollar ein nächster Halt.

Wer auf einen steigenden Euro setzen möchte, findet eine reichhaltige Auswahl von Hebelprodukten mit hohem und geringem Risiko. Indexzertifikate, die die Wertentwicklung 1:1 nachbilden, gibt es leider nicht. Dafür sind sogenannte „Win-Win“-Zertifikate auf dem Markt.

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