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04.03.2014

11:10 Uhr

Chartanalyse

Gute Chancen an der Tokioter Börse

VonJürgen Röder

Der Kurs des japanischen Auswahlindex Nikkei hat sich innerhalb von zwölf Monaten fast verdoppelt. Nun bietet ein Rücksetzer aus charttechnischer Sicht eine neue Einstiegschance.

Ein Mann mit Mobiltelefon vor dem elektronischen Aktienkurs-Tafel in Tokio. Aus charttechnischer Sicht haben die Kurse in Japan weiteres Potenzial. ap

Ein Mann mit Mobiltelefon vor dem elektronischen Aktienkurs-Tafel in Tokio. Aus charttechnischer Sicht haben die Kurse in Japan weiteres Potenzial.

Düsseldorf„Im langfristigen Chartbild zeigt der japanische Leitindex Nikkei 225 nach seiner Korrektur zu Jahresbeginn aktuell wieder gute Chancen auf“, meint Fredrik Altmann. Ein Grund für die optimistische Haltung des technischen Analysten ist die steigende 200-Tage-Linie nahe dem aktuellen Kursniveau oberhalb von 14.500 Yen.

Aus charttechnischer Sicht hat der Nikkei seine wichtigen Unterstützungen im Bereich um 14.000 Yen in der jüngsten Korrekturkorrektur verteidigt. Diese bedeutenden Marken liegen bei 13.980 und 14.600 Yen. Für Altmann hat vor allem die Marke bei 13.980 Yen große Bedeutung. „Unterhalb dieser Marke könnten Kaufpositionen mit einem Stopp abgesichert werden“, betont er.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Aktuell nimmt der Index einen neuen Anlauf nach oben und sollte den ersten Widerstand bei 16.320 Yen anstreben. „Wird diese Marke durch das Hoch zum Jahreswechsel überboten, sollte aus technischer Sicht einem weiteren Anstieg Richtung 2007er-Hoch bei 18 295 Yen wenig entgegenstehen“, sagt der Chartexperte.

Die einfachste Methode auf einen steigenden Nikkei zu setzen, sind Indexzertifikate, die Anstiege und Verluste eins zu eins nachvollziehen. Anleger sollten darauf achten, währungsgesicherte Produkte zu kaufen. Denn ein Großteil der Börsenhausse in Japan beruht darauf, den Export der eigenen Waren über einen preiswerteren Yen gegenüber anderen Währungen zu steigern. Und falls der Euro gegenüber dem Yen weiter steigen sollte, müssen Anleger bei nicht währungsgesicherten Produkten Abstriche bei der Rendite machen. Dies gilt natürlich auch für japanische Aktien.

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